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Neu in ANDI / Hinweise zum Antragsverfahren 2021

Folgende wichtigen fachlichen Neuerung ergeben sich für das aktuelle Antragsjahr:

Agrarumweltmaßnahmen

Die Beantragung von Fördermaßnahmen oder die Stellung von Auszahlungsanträgen in den Agrarumweltmaßnahmen können Sie unmittelbar mittels ANDI 2021 durchführen. Hierzu sind Angaben bei der jeweiligen Antragsfläche unter dem Menüpunkt Schläge und Teilschläge zu machen. Die Auszahlungen in den Agrarumweltmaßnahmen sind unter Nr. 9.1 und 9.3 zu beantragen. Bei Erst-, Folge- und Verlängerungsanträgen sind weitere Angaben unter Nr. 9.2 zu tätigen. Erstanträge werden nur mit einer einjährigen Verpflichtungsdauer für eine Auswahl von Fördermaßnahmen angeboten (BV1, BS3-5, GL2, GL3, GL4, BB1, BB2). Folgeanträge sind wie in den Vorjahren nur bei einer Restlaufzeit der Verpflichtung von zwei Jahren möglich (Ausnahme BV1) und einjährige Verlängerungen werden nur für Verpflichtungen gewährt, die Ende 2021 auslaufen (BV1, BS1, BS3-6, GL1-5, BB1, BB2, NG4). Bei Folgeanträgen muss die Mindestfördersumme von 250 € erreicht werden. Verlängerungsanträge können nur maximal im bisher bewilligten Umfang gestellt werden. Eine Reduzierung des Umfanges ist möglich, eine Erhöhung der Verpflichtung ist nicht zugelassen (Ausnahmen: BV1). Soweit noch Antragsunterlagen in Papierform einzureichen sind, werden Sie in ANDI 2021 darauf hingewiesen. Diese wären dann bei der zuständigen Behörde bis spätestens 17. Mai 2021 einzureichen. Einzelheiten zu den in 2021 angebotenen Agrarumweltmaßnahmen und Informationen zu den Fördervoraussetzungen der jeweiligen Maßnahme finden Sie auf der Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (https://www.aum.niedersachsen.de).

Anträge auf den Erschwernisausgleich sind mittels ANDI 2021 zu stellen. Beachten Sie bitte die Beantragung bei neu ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Sie müssen entsprechende Angaben bei der jeweiligen Antragsfläche machen und unter Nr. 9.4 den Erschwernisausgleich beantragen.

Bewirtschafterwechsel: Bei einem Bewirtschafterwechsel ist eine Anlage 7a mit dem Sammelantrag einzureichen. Achtung: Hier ist zwingend die Anlage 7a aus 2021 zu verwenden!

Flächenbearbeitung

  • Angaben für Mischkulturen: Bei den Kulturcodeangaben „50 Mischkulturen mit Saatgutmischung“, „51 Mischkulturen in Reihenanbau“ und „250 Gemenge Leguminosen/Getreide“ sind im Karteireiter „Hanf/Mischkulturen/Erklärungen (EFN)“ weitere Antragsangaben erforderlich.
  • In ANDI 2021 stehen drei neue Nutzungscodes zur Auswahl: „48 Mischung Mais- und Bohnen“, „49 Blühmischung für Biogas“ und „866 Pflanzenmischung mit Hanf“. Für Mischungen mit Hanf sind auch die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, die beim Hanfanbau in Reinsaat zu erfüllen sind. An dieser Stelle der Hinweis, dass beim Anbau von Nutzhanf mit Basisprämie die amtlichen Saatgutetiketten bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen sind.
  • Die Zählweise und die Anzeige des Zähljahres sowie des Dauergrünlandstatus ist seit dem Antragsjahr 2020 insofern unverändert, als auch im Antragsjahr 2021 der erwartete Dauergrünlandstatus angezeigt wird. Beispielsweise wird ein Schlag, der seit 2018 mit pDGL Kulturen bestellt ist, mit dem Status pDGL4 (4 deshalb, weil in 2021 das erwartete vierte Jahr angezeigt ist - 2018, 2019, 2020, 2021) vorbelegt. Ein Schlag der seit 2016 durchgängig mit einer pDGL-Kultur beantragt ist, wird mit dem Status „DGL“ (Dauergrünland) im sechsten Jahr vorbelegt. Sofern in letzterem Fall auf der Fläche in 2021 eine Ackerkultur gemeldet wird, erfolgt automatisiert die Aufforderung zu Angaben Grünlandfehler (Anlage 8).

    Eine über den Betrieb bezogene Plausibilisierung, ob die Summe des im Antrag gemeldeten Dauergrünlands insgesamt um mehr als 500 m² umgewandelt ist, erfolgt nicht. Das Feld „Grünlandfehler“ ist in 2021 nur dann als Pflichtfeld markiert, wenn bei einem Schlag nicht umweltsensibles Dauergrünland um mehr als 500 m² reduziert wird. Für umweltsensibles Dauergrünland gilt, dass dieses nicht umgebrochen werden darf. Verkleinerungen, die aufgrund von Rundungen bei der Flächenberechnung entstehen, sind unschädlich.
  • Für die Greeningberechnung (Anbaudiversifizierung und ökologische Vorrangfläche) ist der Flächenanteil an Ackerland maßgebend, der mit dem Sammelantrag Agrarförderung zum 11.06.2021 gemeldet wurde.

Weitere Hinweise zu Neuerungen und dem Antragsverfahren 2021 erhalten Sie auf den Seiten der Landwirtschaftskammer.

Folgende Fristen sind im Antragsverfahren 2021 zu berücksichtigen:

Das Antragsfristende im Antragsjahr 2021 für die Anträge auf Direktzahlungen und auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen sowie für die Anträge auf Agrarumweltmaßnahmen ist der 17.05.2021.

Wird ein Antrag zu den Direktzahlungen oder ein Auszahlungsantrag in den Agrarumweltmaßnahmen 2021 nach dem 17.05.2021 eingereicht, so führt dies zu Kürzungen und mit Eingang nach dem 11.06.2021 regelmäßig zur Ablehnung.
Sie können über ANDI 2021 noch Änderungen zum Sammelantrag 2021 im Rahmen eines Änderungsantrages bis zum 11.06.2021 melden. Die nachträgliche Erhöhung eines beantragten (Teil-)Schlages oder (Teil-)Landschaftselements oder die nachträgliche Meldung eines (Teil-)Schlages oder (Teil-)Landschaftselements ist ohne Verspätungskürzungen nur bis zum 31.05.2021 möglich.

Phase der Vorab-Gegenkontrolle (VAG) 2021

In der Phase der VAG können vom 18.05. bis zum 23.06.2021 (Teil-)Schläge und (Teil-) Landschaftselemente sanktionslos korrigiert werden, bei denen nach dem 17.05.2021 eine Überlappung festgestellt wurde. Die erforderlichen Korrekturen sind mittels ANDI durchzuführen. Die festgestellten Überlappungen sind voraussichtlich ab dem 28.05.2021 in ANDI sichtbar.

Berichtigungen

Mittels ANDI 2021 können ab dem 18.05.2021 Antragsangaben grundsätzlich auch nach dem 11.06.2021 bis zur abschließenden Entscheidung der zuständigen Behörde zu einem gestellten Antrag berichtigt werden. Über die beihilferelevante Auswirkung einer Berichtigung entscheidet die zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer.

Modifikation von ökologischen Vorrangflächen (ÖVF)

Ab 16. Juli 2021 können beantragte ÖVF in begründeten Fällen durch einen Modifikationsantrag bis zum 01.10.2021 modifiziert werden.

Gültigkeitsdaten von Anträgen, Antragsänderungen und Berichtigungen

Als Gültigkeitsdatum für alle Anträge und Berichtigungen gilt der Eingang des jeweiligen Datenbegleitscheins bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Anschrift der Dienststelle ist auf dem automatisiert erzeugten Datenbegleitschein vorgedruckt.

Hinweis bei Veränderungen von beihilferelevanten Antragsangaben

Veränderungen zu beihilferelevanten Angaben im Sammelantrag Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen sind unverzüglich anzuzeigen.

Nachweis der Erstniederlassung

Neue Antragsteller/innen 2021 müssen ihr Erstniederlassungsdatum des Betriebes mit dem Pflichtversicherungsnachweis der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) nachweisen. Wird kein Nachweis vorgelegt, erfolgt keine Förderung.


Fragen / Antworten / Hilfen

Erläuterungen und Hinweise zur Antragstellung sowie zum Ausfüllen des Sammelantrages erhalten Sie nach der Anmeldung in ANDI 2021 in der Übersicht unter dem Punkt „Dokumente herunterladen“ und unter „Häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie im gesamten Antrag beim Symbol. In der Anwendung selbst verbirgt sich hinter jedem Symbol eine entsprechende Verlinkung zur Hilfe des jeweiligen Themas. Darüber hinaus finden Sie am Ende des textlichen Abschnittes ein Kontaktformular, um Ihre Fragen direkt an das technische Service-Team zu senden.

Auskünfte zum Sammelantrag 2021 erteilt Ihnen auch Ihre zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter den im ANDI Anschreiben vom 16.03.2021 genannten Kontaktdaten.

Information zur Foto App „FANi“

In Niedersachsen wurde eine Smartphone-App („FANi" Fotos Agrarförderung Niedersachsen) entwickelt. Mit Hilfe dieser App wird es Ihnen ermöglicht, im Laufe des Verfahrens auf mögliche Anforderung durch die zuständige Bewilligungsstelle Fotos Ihrer beantragten Flächen über FANi einzureichen, um Nachweise zu Antragsangaben einzureichen oder Tatbestände aufzuklären.

Werden Nachweise von Ihnen benötigt, erhalten Sie eine entsprechende schriftliche Information auch mit ergänzenden Hinweisen für die Installation und Nutzung der App. Für eventuelle Rückfragen per E-Mail steht außerdem das Postfach SLA-FANI@niedersachsen.de zur Verfügung.

Ihre zuständige Bewilligungsstelle bewertet die eingereichten Nachweise, so dass ggf. eine Vor-Ort-Kontrolle entfallen kann.


Diese Informationen erhalten Sie auch in einem PDF-Dokument, welches Sie auf der rechten Seite herunterladen können.

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