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Erweiterter Erschwernisausgleich

Der Erweiterte Erschwernisausgleich („EEA“) wird Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern für Flächen in Niedersachsen, deren Nutzung durch bestimmte gesetzliche Regelungen des Niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) oder durch Anordnung nach § 44 Abs. 4 Abs. 3 Bundesnaturschutzgesetz erschwert ist, gewährt.

Vom 15.03. bis zum 16.05.2022 können Anträge für den Erweiterten Erschwernisausgleich für das Kalenderjahr 2022 elektronisch in ANDI unter 10.1 - 10.8 des Sammelantrages gestellt werden.

Flächen, für die ein EEA beantragt wird, sind in ANDI unter Flächenbearbeitung mit den erforderlichen Angaben zur Fördermaßnahme zu melden.

EEA Fördermaßnahme   Bildrechte: SLA Niedersachsen
Erweiterter Erschwernisausgleich Fördermaßnahme

Für das Kallenderjahr 2021 kann bei dem Vorliegen der Voraussetzungen rückwirkend in dem oben genannten Zeitraum ein Papierantrag bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eingereicht werden. Das entsprechende Formular mit den Anlagen finden Sie auf der Internetseite des SLA unter dem Menüpunkt „Dokumente und Formulare – Rubrik Erweiterter Erschwernisausgleich“ und auf der Webseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (https://www.agrarfoerderung-niedersachsen.de/; Webcode: 01040316).

Die Gewährung des Erweiterten Erschwernisausgleichs erfolgt bei einer Erschwernis durch

  1. die Versagung einer Ausnahme zur Grünlanderneuerung nach § 2a Abs. 3 Satz 1 des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) - EEA1,
  2. Vorschriften zum Schutz von sonstigem artenreichen Feucht- und Nassgrünland im Sinne des § 24 Abs. 2 Nr. 1 NAGBNatSchG - EEA2,
  3. Vorschriften zum Schutz von mesophilem Grünland im Sinne des § 24 Abs. 2 Nr. 3 NAGBNatSchG - EEA3,
  4. Vorschriften des § 25a NAGBNatSchG zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Totalherbizid - EEA4 oder
  5. aufgrund angeordneter Bewirtschaftungsvorgaben nach § 44 Abs. 4 Satz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) für Grünland im Sinne des § 2a Abs. 1 NAGBNatSchG innerhalb von Natura 2000-Gebieten, die dem Schutz der Bruten von Wiesenlimikolen dienen - EEA5.

In den Fällen der Nr. 2 und 3 wird Erweiterter Erschwernisausgleich für Flächen in einem gesetzlich geschützten Biotop nur gewährt, wenn die Voraussetzung nach § 42 Abs. 6 Satz 4 NAGBNatSchG erfüllt ist und die nicht mehr zulässige und den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis der Landwirtschaft entsprechende Nutzung, für die erweiterter Erschwernisausgleich geltend gemacht wird, zum Zeitpunkt

  1. der Bekanntgabe nach § 24 Abs. 3 Satz 1 NAGBNatSchG oder nach § 17 Abs. 4 Satz 4 NElbtBRG oder
  2. des Eintritts der Bestandskraft einer Anordnung nach § 3 Abs. 2 BNatSchG oder nach § 2 Abs. 1 Satz 3 NAGBNatSchG ausgeübt wurde.

Formulare für förderspezifische Aufzeichnungen (Schlagkartei Erweiterter Erschwernisausgleich) finden Sie auf der Internetseite des SLA unter dem Menüpunkt „Dokumente und Formulare - Rubrik Erweiterter Erschwernisausgleich“.

Kein EEA wird gewährt:

  1. unter den Voraussetzungen des § 42 Abs. 5 Satz 2 und Abs. 6 Sätze 2 und 3 NAGBNatSchG,
  2. für Flächen, für die eine Entschädigung nach § 68 Abs. 1 bis 3 BNatSchG zu gewähren ist,
  3. für Flächen, für die Erschwernisausgleich nach der Erschwernisausgleichsverordnung Dauergrünland oder der Erschwernisausgleichsverordnung-Wald zu gewähren ist,
  4. für Flächen an der Nordsee oder den tidebeeinflussten Flussläufen ohne Schutz vor Überflutungen oder Hochwasser und
  5. für Flächen, für die die gleiche Erschwernis bereits in einer am 31. Dezember 2020 geltenden Schutzgebietsverordnung geregelt war.


Der EEA wird nicht gewährt für Flächen, deren Grundeigentümer die öffentliche nach § 42 Abs. 6 NAGBNatSchG Hand ist. Ob ein Grundeigentümer zur öffentlichen Hand zählt, können Sie der „Auslegungshilfe zur Herkunft der Flächen“ entnehmen. Dieses Dokument finden Sie auf Internetseite des SLA unter dem Menüpunkt „Dokumente und Formulare – Rubrik Erweiterter Erschwernisausgleich“.


Wenn Sie zusätzlich zum Erweiterten Erschwernisausgleicheine Entschädigung nach § 68 Absatz 1 bis 3 BNatSchG oder andere öffentlicheMittel, Beihilfen oder Zuwendungen erhalten,ist die entsprechende Frage danach mit "Ja" zu beantworten. Ein entsprechender Bescheid ist bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen.

EEA   Bildrechte: SLA Niedersachsen
Erweiterter Erschwernisausgleich


EEA 1 –Verbot Dauergrünlandumbruch

Sofern Sie den EEA 1 beantragen, ist der entsprechende Bescheid über die Versagung des Grünlandumbruchs bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen.

EEA 2 – Sonstiges artenreiches Feucht- und Nassgrünland

Sofern Sie den EEA 2 und EEA 3 beantragen, sind die entsprechende Mitteilungen der Unteren Naturschutzbehörde zur Ausweisung eines Biotops bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen.

Bitte prüfen Sie, ob Ihre Flächen in der folgenden Gebietskulisse liegt:

(EEA) geschützte Biotope GM+GF

EEA 3 – Mesophiles Grünland

Sofern Sie den EEA 2 und EEA 3 beantragen, sind die entsprechende Mitteilungen der Unteren Naturschutzbehörde zur Ausweisung eines Biotops bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen.

Bitte prüfen Sie, ob Ihre Flächen in der folgenden Gebietskulisse liegt:

(EEA) geschützte Biotope GM+GF

EEA 4 – Verbot Pflanzenschutzmittel

Mir ist bekannt, dass ich keinen Anspruch auf den EEA 4 habe, sofern mir aufgrund einer schriftlichen Anzeige bei der Naturschutzbehörde eine beabsichtigte Pflanzenschutzmittelanwendung nicht innerhalb von 10 Arbeitstagen untersagt worden oder mir eine Genehmigung zur Pflanzenschutzmittelanwendung unter Einhaltung bestimmter Maßgaben erteilt worden ist. Meine schriftliche Anzeige bei der Naturschutzbehörde oder etwaige Genehmigungen der Naturschutzbehörde lege ich bei.

Bitte prüfen Sie, ob Ihre Flächen in der folgenden Gebietskulisse liegt:

(EEA) Landschaftsschutzgebiete ohne Auflagen in Natura2000

EEA 5 – Wiesenbrüterschutz

Sofern Sie den EEA 5 beantragen, ist die entsprechende Anordnung der Unteren Naturschutzbehörde bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen.

Bitte prüfen Sie, ob Ihre Flächen in den folgenden Gebietskulissen liegen:

(EA) Natura 2000

(VSG) Vogelschutzgebiete


Zuschlag wegen regional oder betrieblich bedingter Nachteile (10.6)


Zuschlag wegen regional bedingter überdurchschnittlicher Nachteile

Ich beantrage zusätzlich einen Zuschlag wegen regional bedingter überdurchschnittlicher Nachteile.

Hier können nicht zusätzlich betrieblich bedingte überdurchschnittliche Nachteile und nicht betrieblich bedingte besondere Nachteile (Nr. 10.7) geltend gemacht werden.


Zuschlag wegen betrieblich bedingter überdurchschnittlicher Nachteile

Ich beantrage zusätzlich einen Zuschlag wegen betrieblich bedingter überdurchschnittlicher Nachteile.

Hier können nicht zusätzlich regional bedingte überdurchschnittliche Nachteile geltend gemacht werden. Der Nachweis von betrieblich bedingten besonderen Nachteilen (Nr. 10.7) ist möglich.


Zuschlag wegen betrieblich bedingter besonderer Nachteile (10.7)

Ich beantrage zusätzlich aufgrund betrieblich bedingter überdurchschnittlicher Nachteile ein Gutachten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in dem betrieblich bedingte besondere Nachteile (Nr. 10.7) nachgewiesen werden. Das entsprechende Gutachten füge ich bei bzw. reiche ich nach Erhalt unverzüglich nach.


Es wird darum gebeten, auf dem Datenbegleitschein Erläuterungen aufzunehmen, welcher Nachteil geltend gemacht wird.


Erhalt Entschädigungen, öffentlichen Mitteln, Beihilfen oder Zuwendungen (10.8)

Ich erhalte neben dem beantragten Erweiterten Erschwernisausgleich (EEA 1 bis 5) eine Entschädigung nach § 68 Abs. 1 bis 3 BNatSchG beziehungsweise andere öffentliche Mittel, Beihilfen oder Zuwendungen. Entsprechende Belege habe ich beigefügt.

Hinweis: Die beschriebenen Regelungen stehen unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der endgültigen Verordnung über den Erweiterten Erschwernisausgleich mit Wirkung vom 01.01.2021.

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