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Flächenbearbeitung

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Hinweise zur Bearbeitung der Anlagen zum Sammelantrag Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen 2020


Grundsätzliche Hinweise

Wie auch in 2019 muss der niedersächsische Antragsteller bzw. der Antragsteller aus Bremen in 2020 seine Flächen außerhalb von Niedersachsen / Bremen im Belegenheitsland mit der dortigen Software beantragen. Die von Ihnen in 2019 beantragten und außerhalb von Niedersachsen/Bremen gelegenen Flächen mit den von Ihnen in 2019 gefertigten Geometrien sind im vorliegenden Flächennachweis 2020 nicht enthalten!

Mit dem mit Hilfe des ANDI-Programms zu erstellenden Gesamtflächen- und Nutzungsnachweis 2020 sind insofern nur für alle in Niedersachsen / Bremen belegenen, beihilfefähigen Flächen die für die Gewährung der verschiedenen Zahlungen erforderlichen Angaben zu machen. Unter der Schaltfläche "Schläge und Teilschläge" werden die Grundinformationen zu den jeweiligen vom Antragsteller in Niedersachsen/Bremen bewirtschafteten Schlägen angegeben. Mit den dort aufgeführten beihilfefähigen Flächen, die Ihnen am 15.05.2020 zur Verfügung stehen müssen, können Sie die Ihnen zugeteilten bzw. zuzuteilenden Zahlungsansprüche aktivieren. Die Anlage „LE – Teilschläge“ enthält Angaben zu den Landschaftselementen, die jeweils unmittelbar an den in Anlage „Schläge und Teilschläge“ aufgeführten Schlägen gelegen sind und über die Sie die Verfügungsgewalt haben. Hier sind die Landschaftselemente in Bezug auf Lage, Größe und Art anzugeben. Fakultativ sind die Angaben im Hinblick auf die Auswahl der Landschaftselemente für die Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen und für die Aktivierung von Zahlungsansprüchen. In der Anlage „Schläge und Teilschläge“ sind zu allen Schlägen, die dort aufgeführt sind, ggf. Angaben zur Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen und ggf. Angaben zu den Agrarumweltmaßnahmen einschließlich Erschwernisausgleich, die mit der Bewirtschaftung der jeweiligen Fläche geltend gemacht werden, zu machen. Unter Umständen kann es hier auch erforderlich sein, Teilschläge zu bilden, um so für diese Teilschläge differenzierte Angaben hinsichtlich der Erfüllung der Greening-Auflagen (Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen) und der Anforderungen zu den Agrarumweltmaßnahmen einschließlich Erschwernisausgleich machen zu können.

Schläge und Teilschläge: Tabelle unten, Formular oben   Bildrechte: SLA
Schläge und Teilschläge: Aufteilung in Tabelle und Formular
Hinweise zum Bearbeiten der Bereichs „Schläge und Teilschläge“


In den Gesamtflächen- und Nutzungsnachweis müssen alle in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen belegenen landwirtschaftlich genutzten Eigentums- und Pachtflächen des Unternehmens einschließlich Grünland eingetragen werden. Dabei sind nur die selbst bewirtschafteten und nicht verpachteten Flächen zu berücksichtigen.

Das Antragsverfahren 2020 wird in der Bundesrepublik Deutschland wie in den Vorjahren auf Grundlage der geobasierten Antragstellung durchgeführt. Es gilt hierbei der Grundsatz, dass die Flächengröße als beantragte Größe gilt, die durch die Schlaggeometrie erzeugt wird. Der Flächeninhalt der eingezeichneten Schlaggeometrie stellt insoweit die beantragte Größe für die jeweiligen Schläge dar.

Um den Gesamtflächen- und Nutzungsnachweis ausfüllen zu können, benötigen Sie daher zwingend Feldblöcke in der Grafik (Luftbilder mit Referenzdaten). In der Flächenbearbeitung werden Ihnen die Luftbilder in einem kleinen Kartenausschnitt angezeigt. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Geometriebearbeitung“ wird die jeweils markierte Antragsfläche markiert dargestellt und das Luftbild hinterlegt. Bewirtschaften Sie Flächen in einem neuen Feldblock, der bislang noch nicht in der Anlage „Schläge und Teilschläge“ aufgeführt war, ist dieser Feldblock ggf. in der Grafik zu finden, wenn er in räumlicher Nähe zu den von Ihnen bereits in der Vergangenheit bewirtschafteten Feldblöcken liegt. Ist der Feldblock noch nicht in der Grafik zu sehen, müssen Sie entweder den neuen Feldblock durch Eingabe der Feldblock – Nr. suchen lassen oder durch ein Scrollen und Vergrößern des gesuchten Bereiches den Feldblock ermitteln. Wenn Sie Flächen außerhalb Niedersachsens bzw. Bremens bewirtschaften, müssen Sie diese Flächen zwingend mit der Software des Belegenheitslandes beantragen.

Lesen Sie bitte vor dem Bearbeiten des Gesamtflächen- und Nutzungsnachweises die nachfolgende Beschreibung sorgfältig durch.

Schläge und Teilschläge: Grundinformation mit Kartenvorschau Bildrechte: SLA
Schläge und Teilschläge: Grundinformation mit Kartenvorschau aus der Geometriebearbeitung
I. Erläuterungen zu den unterschiedlichen Teilbereichen in der Flächenbearbeitung.

Wenn Sie in 2019 am Antragsverfahren teilgenommen haben, werden die von Ihnen bewirtschafteten Flächen in der Flächenübersicht angezeigt. Mit einem Klick in eine zu bearbeitende Fläche in der Flächenauswahl wird in dem Auszug der Grafik auf diese Teilfläche gezoomt.

FLIK

Über die Feldblocknummer (FLIK) wird jede einzelne Fläche identifiziert. Unter einem Feldblock werden alle von festen Grenzen (befestigte Wege, Straßen, Fließgewässer, Wälder etc.) umgebenen und von einem oder mehreren Landwirten genutzte landwirtschaftliche Flächen verstanden. Die Grenze von Acker, Dauergrünland und Dauerkulturen wird auch als feste Grenze definiert. Wenn Sie im Vorjahr am Antragsverfahren teilgenommen haben, sind die FLIKs der im Vorjahr in Niedersachsen/Bremen bewirtschafteten Flächen bereits vor belegt. In einigen Fällen wurden die FLIKs geändert, weil Veränderungen am Feldblock (z.B. Größe, Abgrenzung, Bodennutzungskategorie) vorgenommen wurden. Wenn der neue FLIK eindeutig Ihrer Fläche zugeordnet werden konnte, ist bereits der aktuelle FLIK vorgedruckt.

Schlag-Nr.

Unter einem Schlag ist eine zusammenhängende Fläche zu verstehen, die mit einer bestimmten Kulturart bestellt oder aus der Erzeugung genommen wurde (u.a. verschiedene Bracheformen). Dabei sind geförderte Blühstreifen und Schonstreifen (AUM BS1 bis BS7) getrennt vom übrigen Schlag aufzuführen. Jeder Schlag eines Unternehmens ist mit einer Nummer zu versehen, die dann in dieser Spalte einem Feldblock zugeordnet wird. Jede Schlagnummer kann nur einmalig im Gesamtflächen- und Nutzungsnachweis vergeben werden.

Hinweis: Flächen, die als ökologische Vorrangflächen angemeldet werden sollen, sind als gesonderte Schläge anzugeben und entsprechend zu kennzeichnen. Dies gilt für Streifen an Waldrändern, Ufervegetation und Feldränder. Hiervon ausgenommen sind Zwischenfrüchte und Untersaat, hier können ggf. Teilschläge zu den betroffenen Schlägen gebildet werden.

Wenn Sie im Vorjahr am Antragsverfahren teilgenommen haben, sind die angegebenen Schlagnummern bereits vorgedruckt. Sie müssen in diesem Fall nur noch überprüfen, ob sich die Schlageinteilung geändert hat und diese gegebenenfalls ändern.

Als gesonderte Schläge sind ggf. nicht landwirtschaftliche Flächen im Sinne des Artikels 32 Abs. 2 Buchstabe b der VO (EU) Nr. 1307/2013 anzugeben. Hierbei handelt es sich um bestimmte Flächen, für die im Jahr 2008 Anspruch auf Zahlungen im Rahmen der Betriebsprämienregelung bestand und die nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar sind oder im Rahmen bestimmter Förderprogramme aufgeforstete Flächen (Code 564). (Vgl. nachstehende Ausführungen zu Spalte Kulturcode – Vogelschutz bzw. FFH Richtlinie (Code 583)).
Als gesonderte Schläge sind ebenfalls solche Flächen anzugeben, die während der Kalenderjahre 2015 bis 2020 aufgrund höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände (z.B. Maßnahmen im öffentlichen Interesse wie Lagerung des Aushubs bei Straßenbaumaßnahmen) vorübergehend der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen sind. Diejenigen Flächen, für die die Beihilfefähigkeit während des gesamten Kalenderjahres (01.01. bis 31.12.) aus anderen Gründen nicht gegeben ist, sind ebenfalls als gesonderte Schläge aufzuführen. Darüber hinaus sind die betreffenden Flächen in Spalte „KAZA/keine DZ“ (keine Aktivierung von Zahlungsansprüchen / keine DZ) jeweils entsprechend den Vorgaben in diesen Bearbeitungshinweisen zu kennzeichnen.

Schlagbezeichnung

Zusätzlich zur Schlagnummer sollten Sie hier eine eigene Bezeichnung für den Schlag vergeben, um diesen später leichter identifizieren zu können. Sofern Sie im Vorjahr bereits eine Schlagbezeichnung vergeben haben, ist diese Bezeichnung vorbelegt.

Teilschlaggröße

Hier wird die Größe der aktuellen Geometrie angezeigt. Um diese zu verändern muss die Geometriebearbeitung angeklickt werden. Siehe unten.

TS-Größe (ha) Vorjahr / Kultur-Vorjahr

Bei den Betrieben, die im Vorjahr am Antragsverfahren teilgenommen haben, ist in diesen Spalten für jeden angegebenen Schlag die Kulturart und die festgestellte (bewilligte) Schlaggröße des Jahres 2019 vorgedruckt. Beim Dauergrünlandstatus wird dagegen der erwartete (fortgeschriebene) Status im Antragsjahr 2020 vorgedruckt (Näheres dazu unter dem Kapitel Grünland).

Wurde die Größe im Antragsverfahren korrigiert (z.B. aufgrund der Vorab-Gegenkontrolle, der Prüfung von Überlappungsflächen oder des Feldblockabgleiches), ist hier die korrigierte Größe, die letztlich für die Berechnung der Bewilligung herangezogen wurde, eingedruckt. Für den Fall, dass sich die Übererklärung eines Feldblockes nicht aufklären ließ, wurde die zu viel beantragte Fläche ggf. proportional bei allen Bewirtschaftern innerhalb des Feldblockes abgezogen. Für den Fall, dass in den vorgedruckten Daten Ihre Meldungen mittels Anlage 5 nicht berücksichtigt wurden, sind diese Meldungen von Ihnen erneut zu prüfen. Mit Hilfe der einzuzeichnenden Schlaggeometrie ist dann die tatsächlich bewirtschaftete Schlaggröße zu ermitteln, welche dann automatisch in der Spalte “Beantragte Fläche (ha)“ ausgegeben wird (ggf. mit Hilfe einer erneuten Fehlermeldung über die Anlage 5).

Auf folgende Punkte ist besonders zu achten:

a) Werden die gesamten Flächen bzw. Schläge noch von Ihnen bewirtschaftet? Wenn nein, sind diese Schläge zu löschen. Die Möglichkeit der Vergabe des Kulturcodes 990 (Platzhalter mit Antragsfläche 0,00 ha) ist, wie bereits in 2017 bis 2019, nicht mehr gegeben.

b) War der gesamte Feldblock im Vorjahr in mehrere Schläge unterteilt, so ist zu prüfen, ob diese Unterteilung noch gültig ist. Gegebenenfalls ist bei zusätzlichen Schlägen eine neue Zeile aufzunehmen.
Die Angaben zu den „Vorjahresdaten“ dienen lediglich der Information des Antragstellers und sollen dabei helfen, die Schläge leichter zu identifizieren.

Überprüfen Sie die Geometrie des eingezeichneten aktuellen Schlages sorgfältig und ändern Sie diese gegebenenfalls.

Grünland erwarteter Status (aktuelles Jahr)

Die Zählweise und die Anzeige des Dauergrünlandstatus (DGL-Status) wurden in ANDI 2020 geändert. Es wird nun die Anzahl der pDGL-Jahre anstatt des pDGL-Ursprungsjahres genannt. Zudem wird in ANDI 2020 nicht mehr der DGL-Status des Vorjahres, sondern der im Antragsjahr 2020 erwartete DGL-Status angezeigt.

Beispielsweise wird ein Schlag mit dem bisherigen Status pDGL18 mit dem Status pDGL3 (pDGL im dritten Jahr – 2018, 2019, 2020) vorbelegt. Ein Schlag mit dem bisherigen Status pDGL15 wird mit dem Status DGL (pDGL im sechsten Jahr) vorbelegt. Sofern in letzterem Fall auf der Fläche in 2020 eine Ackerkultur gemeldet wird, erfolgt automatisiert die Aufforderung zur Abgabe einer Anlage 8.“


c) Hauptangaben, ÖVF, Fördermaßnahmen

Schläge und Teilschläge: Reiter Hauptangaben, ÖVF, Fördermaßnahmen   Bildrechte: SLA
Schläge und Teilschläge: Eingabe der Hauptangaben, Ökologische Vorrangfläche und Fördermaßnahmen

Schlagbezeichnung:

Sofern Sie die vorbelegte Schlagbezeichnung ändern wollen, klicken Sie mit dem Mauszeiger in dieses Feld und vergeben einen frei definierbaren Schlagnamen. Dieses dient zu Ihrer eigenen Information.

Kultur:

In diese Spalte tragen Sie den Kulturcode (s. Nutzungscode) ein, der die Frucht bzw. die Nutzung als Hauptkultur während des Anbauzeitraums vom 01.06. bis zum 15.07.2019 beschreibt. Dabei ist die Hauptkultur die Frucht bzw. die Nutzung, die sich zwischen dem 01.06. und dem 15.07. am längsten auf der Fläche befindet.


Den entsprechenden Code entnehmen Sie bitte dem „Verzeichnis der Nutzungscodes“ (Kulturen / Kulturcode). Wenn Sie in ANDI auf die Schaltfläche „ Dokumente herunterladen“ gehen und dann auf „Verzeichnis Nutzungscodes“ klicken, wird das genannte Verzeichnis geöffnet.

Die Liste der entsprechenden Nutzungscodes (Kulturen) wird Ihnen angezeigt, wenn Sie das Pull-down-Menü (Schaltflächen mit dem Pfeil nach unten), am rechten Rand des Eingabefeldes, mit der linken Maustaste anklicken. In dieses Eingabefeld kann die Kultur auch als Text eingegeben werden, um danach zu suchen. Sofern Ihnen der Code bekannt ist, können Sie die betreffenden Ziffern auch direkt in das Eingabefeld eingeben.

Hinsichtlich der Freiwilligen Vereinbarungen (FV) Trinkwasserschutz (TWS) wird in diesem Zusammenhang auf Folgendes hingewiesen: Vertragsflächen der FV I.F1 „Gewässerschonende Fruchtfolgegestaltung“ sind mit 424 zu codieren, wenn der Anbau von Ackergras/Feldgras mit Nutzung vereinbart wurde. Die Codierung mit 424 führt in diesen Fällen während der Vertragslaufzeit nicht zur Umwandlung in Dauergrünland, da die Flächen während dieser Zeit den Ackerstatus behalten. Zum Laufzeitende der FV I.F1 können die Vertragsflächen daher so lange ohne Umbruchgenehmigung als Acker genutzt werden, bis nach Ablauf der Verpflichtung Dauergrünland entstanden ist. Diese Flächen (Ackergrasflächen mit Nutzung) können nicht als ÖVF angerechnet werden. Die Freiwillige Vereinbarung führt nur dazu, dass die Zähljahre für den Dauergrünlandstatus unterbrochen werden. Die Zählung beginnt nach Beendigung der Vertragsverpflichtung nicht von vorn.

Die Vertragsflächen der FV I.F2 „Gewässerschonende Fruchtfolgegestaltung (Brachen)“ sind mit 591 zu codieren, wenn eine Graseinsaat ohne Nutzung (Brachebegrünung) vereinbart wurde. Diese Vertragsflächen werden während der Vertragslaufzeit ebenfalls nicht zu Dauergrünland. Nach Ablauf der vertraglichen Verpflichtung können die Vertragsflächen ohne Umbruchgenehmigung als Acker genutzt werden, bis nach Ablauf der Verpflichtung Dauergrünland entstanden ist. Die Freiwillige Vereinbarung führt nur dazu, dass die Zähljahre für den Dauergrünlandstatus unterbrochen werden. Die Zählung beginnt nach Beendigung der Vertragsverpflichtung nicht von vorn. Unabhängig davon greift auch in diesen Fällen die Änderung des Unionsrechts, dass brachliegendes Ackerland für die Zeit vor dem 01.01.2018 rückwirkend als Ackerland anerkannt wird und erst wieder ab dem 01.01.2018 den Regelungen zur Entstehung von Dauergrünland unterliegen. Diese Flächen können also frühestens in 2023 Dauergrünland werden.

In dem Verzeichnis der anzugebenden Nutzungscodes ist neben den einzutragenden Codes (z.B. 115 für Winterweichweizen) die Systematik für die Einordnung der Fruchtarten in die für die Anbaudiversifizierung maßgeblichen Kulturen zu finden. Die gleiche Ziffernfolge in der Spalte Systematik/Code bzw. die gleiche Bezeichnung in der Spalte Systematik/Bezeichnung bedeutet, dass es sich um die gleiche Kultur im Sinne der Anbaudiversifizierung handelt. Ebenfalls finden Sie in diesem Verzeichnis die Angabe, ob die Nutzungsart, die durch den Nutzungscode beschrieben wird, die Beihilfefähigkeit der jeweiligen Fläche zur Folge hat. In der Auswahlliste „Kultur“ im Eingabebereich „Hauptangaben, ÖVF, Fördermaßnahmen“ sind hierbei nur die Codes ab der Code-Nummer 112 und ggf. die Codes mit den Nummern 50 (Mischkultur mit Saatgutmischungen) oder 51 (Mischkultur im Reihenanbau) zu verwenden (Codes befinden sich am Ende der Liste). Die Codes 52 bis 65 sind, mit Ausnahme des Codes 55 (Ufervegetation), den Eintragungen in der Flächenbearbeitung vorbehalten.

Mischkultur (50 Mischkultur mit Saatgutmischungen): In Einzelfällen kann die Möglichkeit bestehen, dass die Kombination mit ÖVF 53 zulässig ist, wenn nachgewiesen wird, welche Mischung die Hauptkultur und welche Mischung die ÖVF ist. Wenn dieses plausibel nachgewiesen (keine Kollision der Feldfrüchte) wird, kann eine ÖVF 53 mit Kultur 50 beantragt werden. Die Kombination der Feldfrüchte 50 Mischkultur mit Saatgutmischungen mit ÖVF 53 ist auf dem Datenbegleitschein zu dokumentieren und mit den entsprechenden Nachweisen zur Prüfung vorzulegen.

Auf Flächen mit Mischkulturen, auf denen zwei oder mehr Kulturpflanzen gleichzeitig in getrennten Reihen (Kulturcode 51) angebaut werden, wird jede Kulturpflanze als gesonderte Kultur gerechnet, wenn sie mindestens 25% der Fläche abdeckt. Werden insofern Mischkulturen in getrennten Reihen angebaut, sind die beteiligten Kulturen mit einem Anteil von mindestens 25% gesondert anzugeben. Für diesen Fall sind diese Kulturen mit den jeweiligen Prozentanteilen gesondert im Karteireiter "Hanf / Mischkulturen / Erläuterungen (EFN)" aufzuführen. In die Berechnung der Anbaudiversifizierung geht in diesem Fall die betreffende Fläche nicht als eine Fläche mit der Bezeichnung „Mischkultur“ ein, sondern es werden die betroffenen Kulturen einzeln anteilig berücksichtigt (siehe auch Ziffer 7.4 zum Sammelantrag).

Ansonsten sind für die angebauten Mischkulturen die in dem Katalog aufgeführten Codierungen zu verwenden (z.B. Wintermenggetreide = Code 125, Erbsen/Bohnen-Gemenge = Code 240). Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Mischkultur sich von der Reinkultur deutlich unterscheidet. Dieses kann nur durch entsprechend hohe Samenanteile der einzelnen Kulturen in den Mischungen nachgewiesen werden.

Diese Mischkulturen werden für die Anbaudiversifizierung, unabhängig von ihren Bestandteilen, als eine einzige Kultur mit der Bezeichnung „Mischkultur“ zusammengefasst.

Ist auf einem von Ihnen beantragten Schlag eine Kurzumtriebsplantage angelegt worden (Code 841), sind nach der aktuellen InVeKoS-Verordnung Angaben zum Zeitpunkt der Anlage der Kurzumtriebsplantage und zum Zeitpunkt der letzten Ernte (des letzten Abholzens) erforderlich. Dieses gilt auch für solche Kurzumtriebsplantagen, die nicht als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen werden sollen. Diese Angaben sind in der Flächenbearbeitung im Karteireiter „Grünland, Flächentausch, KUP“ jeweils zu den betreffenden Schlägen zu machen. Weitere Erklärungen sind in den Erläuterungen und Bearbeitungshinweisen zu Ziffer 7.2 des Sammelantrages zu finden.

Der Kulturcode 493 wird seit dem Antragsjahr 2018 nicht mehr angeboten. Hier ist nun der Kulturcodes 592 (Dauergrünland aus der Erzeugung genommen i.S.d. Art. 4 Abs. 1 Buchst. c) ii) VO 1307/2013) zu verwenden. Er ist zu verwenden, sofern Sie über landwirtschaftliche Flächen verfügen, die Sie nicht für die landwirtschaftliche Erzeugung verwenden wollen und die in ihrem natürlichen Zustand bleiben würden, auch wenn Sie auf diesen keine Mindesttätigkeit ausüben. Sofern Sie diesen Code benutzen, müssen Sie diese Flächen mindestens einmal pro Jahr einer Mindestpflegetätigkeit (Aufwuchs mähen und abfahren oder Aufwuchs zerkleinern und ganzflächig verteilen) unterziehen. Auf Antrag kann bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auch ein zweijähriger Pflegerhythmus genehmigt werden, soweit das aus naturschutzfachlichen oder umweltschutzfachlichen Gründen gerechtfertigt ist. Außerdem sind Sperrfristen für die Pflegetätigkeit zu beachten. Verfügen Sie über solche Flächen in größerem Umfang und kommen Sie auf diesen der Mindestpflegetätigkeit nicht nach, würden Sie Ihren Status als aktiver Betriebsinhaber gefährden! Z.Zt. wird davon ausgegangen, dass solche Flächen in Niedersachsen / Bremen nicht existieren. Ggf. müsste auf der Grundlage Ihrer Codierung dafür eine eigene Gebietskulisse eingerichtet werden.
Der Kulturcode 492 ist für sog. Dauerweiden zu verwenden. Dabei handelt es sich um Flächen, die etablierten lokalen Weidepraktiken unterliegen und wo Gras und Grünfutterpflanzen traditionell nicht in Weidegebieten vorherrschen. In Niedersachsen kommen z.B. bestimmte Heideflächen in der Lüneburger Heide in Frage. Für diese Flächen wurde eine spezielle Gebietskulisse eingerichtet.

Ergänzende Hinweise: Codes wie 421 („Rot-/Weiß-/Alexandriner-/Inkarnat-/Erd-/Schweden-/Perser-Klee“), 423 („Luzerne, Hopfenklee/Gelbklee, Bastardluzerne, Sandluzerne“), 425 („Klee-/Luzernegemisch), 426 („Bockshornklee, Schabzieger Klee“), 427 („Hornklee, Hornschotenklee“) und 431 („Steinklee“) dürfen nur für Flächen verwendet werden, auf denen sich die angegebenen Kulturen in „Reinsaat“ befinden. Anderenfalls ist je nach Bestand z.B. der Code 422 („Kleegras“) oder 433 („Luzerne-Gras“) zu verwenden.

Ersatz-Dauergrünlandflächen sind seit 2017 nicht mehr mit dem Code 441, sondern nur noch mit dem Code 444 in der Übersicht "Schläge und Teilschläge" bzw. der Flächenbearbeitung auszuweisen.

Im Hinblick auf die Erstaufforstung ist es für die Prüfung von Doppelförderungen erforderlich, die Beantragung der forstlichen Förderung auch im Sammelantrag anzuzeigen. In der Flächenbearbeitung sind die entsprechenden Schläge/Teilschläge mit dem Nutzungscode 564 (Kultur) ("nach VO 1257/1999 oder VO (EG) Nr. 1698/2005 oder VO 1305/2013 aufgeforstete Flächen") zu codieren. Diese Codierung ist zu wählen, wenn für das aktuelle (Wirtschafts-)Jahr ein separater Antrag auf Erstaufforstung gestellt wurde oder wenn ein Antrag auf Erstaufforstung in der Vergangenheit gestellt wurde und die Flächen zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen bzw. zur Anerkennung als ökologische Vorrangflächen herangezogen werden sollen.

Falls die Flächen nicht zur Zuweisung und / oder Aktivierung von Zahlungsansprüchen im Rahmen der Basisprämienregelung genutzt werden sollen, ist dasd Feld "kAZA / keine DZ" zu markieren.

Die aufgeforsteten bzw. aufzuforstenden Flächen sind nur beihilfefähig und können zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen im Rahmen der Basisprämienregelung bzw. zur Anerkennung als ökologische Vorrangfläche genutzt werden, wenn die entsprechenden Flächen im Jahr 2008 zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen beantragt waren und der Verpflichtungszeitraum für die Förderung der Erstaufforstung noch nicht abgeschlossen ist.

Durch die Beantragung der "Aktivierung von Zahlungsansprüchen" durch die aufgeforstete Fläche entfällt jedoch der Anspruch auf Erhalt der forstlichen Förderung in dem Jahr. Auch die Anmeldung der Flächen als ökologische Vorrangfläche kann Auswirkungen auf die Höhe der forstlichen Förderung haben.

Gemäß Art. 32 Abs. 2 b) Ziffer ii) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind folgende Aufforstungsflächen für die Basisprämie beihilfefähig, soweit die Aufforstung im Rahmen der EAP/EVP erfolgt:

  1. Im Jahr 2008 bereits aufgeforstete Flächen, für die im Jahr 2008 die Aktivierung von ZA-Stilllegung im Rahmen der Betriebsprämie beantragt wurde und
  2. andere Flächen, die ab dem Jahr 2009 aufgeforstet wurden bzw. werden, soweit sie 2008 im Rahmen der Betriebsprämie beihilfefähig waren und für die in 2008 die Betriebsprämie beantragt wurden.

Für die Codierung von Gewässerschutzstreifen AUM-FM 7.2 ist der Code 573 (Uferrandstreifenprogramm) zu verwenden.

Die Codierungen 574 (Blühstreifen) und 575 (Blühfläche) sind nur für Flächen zu verwenden, für die die Maßnahme AUM-BS 1 beantrag und bewilligt wurde. Der Code 576 (Schutzstreifen Erosion) ist nur zu verwenden für Flächen, die unter AUM-BS 7.1 fallen.

Flächen, die folgende Bedingung gemäß Art. 32 Abs. 2 b) Ziffer i) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 erfüllen, sind für die Direktzahlungen beihilfefähig und mit dem NC 583 zu codieren: Flächen, für die im Jahr 2008 Anspruch auf Zahlungen im Rahmen der Betriebsprämienregelung bestand und die nunmehr in Folge der Anwendung der Vogelschutz-Richtlinie, der FFH-Richtlinie oder der Wasserrahmenrichtlinie keine landwirtschaftlichen Flächen mehr sind.

Für Bracheflächen, die nicht mit Gras und / oder anderen Grünfutterpflanzen bewachsen, sondern mit Blühmischungen aktiv begrünt sind, ist der Code 590 zu verwenden.


Richtlinie NIB AUM: Bei Teilnahme an der Maßnahme BS 6 – mehrjähriger Schonstreifen Rotmilan, tragen Sie hier für die betreffenden Schläge den Kulturcode 422 „Kleegras“, 425 „Klee-Luzerne-Gemisch“ oder 433 „Luzernegras“ ein. Die ggf. EDV-technisch vorbelegten Angaben zum „Status Grünland“ in den Feldern „Grünland Art/Jahr“ und „Größe Grünland“ sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, sofern Sie den Greening-Anforderungen unterliegen. Sie sind dann allerdings insofern unbeachtlich, als dass die betroffenen Schläge zwar zu Dauergrünland geworden sind, wobei jedoch gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes auf Antrag eine Genehmigung zur Umwandlung erteilt wird, wenn für diese Flächen keine Umbruchverbote nach Fachrecht bestehen. Die Genehmigung wird dann erteilt, ohne dass an anderer Stelle Ersatz-Dauergrünland angelegt werden muss. Ähnliche Regelungen gelten gemäß § 15 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes für das Verbot des Umbruchs von umweltsensiblem Dauergrünland (= Dauergrünland in FFH-Gebieten). Außerdem ist dabei die Auslegung der EU-Kommission zu beachten, nach der Flächen, die Bestandteil der Maßnahme sind, in den Jahren der Teilnahme ihren Ackerstatus behalten bzw. den Status behalten, den sie vor der Teilnahme an der Maßnahme hatten.

Sukzessionsflächen: Flächen, die endgültig bzw. dauerhaft (mehr als 5 Jahre) aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommen werden sollen (sogenannte Sukzessionsflächen), sind mit dem Code 998 zu codieren. Außerdem ist zu dieser Fläche eine Anlage 5 zum Sammelantrag ausgefüllt abzugeben, damit eine entsprechende Anpassung des Referenzsystems vorgenommen werden kann.

Vogelschutz bzw. FFH Richtlinie: Flächen, für die 2008 Anspruch auf Zahlungen im Rahmen der Betriebsprämienregelung bestand und die in Folge der Anwendung der Richtlinie 79/409/EWG bzw. der Richtlinie 2009/147/EG (Vogelschutz-RL), der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-RL) oder der Richtlinie 2000/60/EG zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmen-RL) nicht mehr beihilfefähig sind, sind mit dem Code 583 zu versehen, wenn diese 2020 für die Aktivierung von Zahlungsansprüchen im Rahmen der Basisprämienregelung genutzt werden sollen. Der Nachweis hierüber ist in jedem Einzelfall vom Antragsteller zu erbringen. Zu diesem Zweck werden Sie zu den betreffenden Flächen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen angeschrieben und müssen u.a. eine Bestätigung der zuständigen Naturschutzbehörde im Hinblick auf deren Beihilfefähigkeit vorlegen, sofern für diese die entsprechenden Nachweise noch nicht vorliegen.

Bejagungsschneisen / Biodiversitätsstreifen

ACHTUNG: Ab dem 10.06.20 (Fristende Abgabe Änderungsanträge) ist eine Änderungen der Angaben für Bejagungsschneisen / Biodiversitätsstreifen NICHT mehr möglich!


Wenn Sie in der Flächenbearbeitung (Reiter Hauptangaben/ÖVF/FM) eine Kultur für den Schlag/Teilschlag ausgewählt haben, bei der Bejagungsschneisen/ Biodiversitätsstreifen/ oder –flächen zulässig sind, wird die entsprechende Angabemöglichkeit aktiv und Sie können die Markierung für den jeweiligen Teilschlag setzen.

Biodiversitätsflächen oder –streifen können in Ackerkulturen z. B. als Streifen entlang von Waldrändern oder Gewässern angelegt werden. Rübenmieten, die zum Beispiel erst Anfang des Jahres geräumt werden, eignen sich ebenfalls. Auch witterungsbedingte Kahlstellen können im Frühjahr mit einer Blühmischung eingesät werden.

Bei Bejagungsschneisen handelt es sich i.d.R. um begrünte Streifen oder ggfs. im Antragsjahr unbestellte Flächen auf einer ansonsten einheitlich mit Kulturpflanzen bestellten Ackerfläche. Sie können bei der Aussaat der Hauptkultur wie beispielsweise Mais, ausgespart werden oder ggf. als Streifen in oder um eine Hauptkultur angelegt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass Biodiversitätsstreifen oder Bejagungsschneisen am Rand gelegen sein können, Biodiversitätsflächen hingegen können nur innenliegend angelegt werden. Die Streifen und Flächen müssen klar von der jeweiligen Hauptkultur abgrenzbar sein. Es ist zu beachten, dass die landwirtschaftliche Mindesttätigkeit auch bei den Biodiversitätsstreifen und –flächen zu erbringen ist. Bei der Anlage ist auch darauf zu achten, dass es kein Verbot der Befahrung dieser Streifen gibt.

Es können an/auf einer Fläche mehrere Bejagungsschneisen/ Biodiversitätsstreifen/ Biodiversitätsflächen angelegt werden, die Gesamtfläche muss dabei allerdings marginal bleiben (bis maximal 20 % der Fläche).

Diese Streifen und Flächen sind nicht grafisch einzuzeichnen. Im Rahmen der Anbaudiversität werden sie wie die beantragte Kultur gewertet. Eine Kombination dieser Streifen mit ÖVF ist daher nicht möglich.

Für Flächen auf denen Agarumweltmaßnahmen stattfinden (Eintrag B bzw. B/N), besteht grundsätzlich keine Ankreuzmöglichkeit bei „Bejagungsschneisen oder Biodiversitätsstreifen/-fläche“. Das Ankreuzfeld bleibt ausgegraut. Eine Ausnahme stellen die Maßnahmen BV1 und BV3 dar, hier ist die Angabe möglich. Sofern auf der Fläche eine Verpflichtung für die Maßnahme BV1 oder BV3 (Eintrag B bzw. B/N) besteht, muss zusätzlich angegeben werden, ob eine Nutzung stattfindet und wie groß diese Fläche ist, dieses ist in den vorgegebenen Feldern einzutragen.


e) Ökologische Vorrangfläche (ÖVF)


ACHTUNG: Ab dem 10.06.20 (Fristende Abgabe Änderungsanträge) ist eine Änderungen der Angaben für Ökologische Vorrangflächen NICHT mehr möglich! Erst ab Mitte Juli können Anpassungen über Modifikationsanträge vorgenommen werden.


Beträgt die Ackerfläche des Betriebes mehr als 15 ha (einschließlich einiger Flächen wie z.B. Landschaftselemente, die an Ackerflächen angrenzen oder sich darauf befinden oder Flächen unterhalb der Mindestgröße von 0,1 ha), ist ein Anteil von 5% der Ackerfläche als im Umweltinteresse genutzte Fläche (=ökologische Vorrangfläche wie z.B. Brache mit Gewichtungsfaktor 1,0, Hecken unter CC-Schutz mit Faktor 2,0, Feldrand/ Pufferstreifen (max. 20 m Breite) ohne Erzeugung mit Faktor 1,5, stickstoffbindende Pflanzen mit Faktor 0,7 oder Zwischenfrüchte mit Faktor 0,3) auszuweisen. Die Schläge bzw. Teilschläge, die als ökologische Vorrangfläche ausgewiesen werden, sind hier unter der Angabe des jeweiligen Codes, mit dem die Art der ökologischen Vorrangfläche erklärt wird, anzugeben.

Hierzu stehen folgende Codes zur Verfügung:

- 52 Zwischenfrucht

- 53 Untersaat

- 54 Streifen an Waldrand (ohne Produktion)

- 55 Ufervegetation

- 57 Feldrand / Pufferstreifen ÖVF DGL

- 58 Feldrand / Pufferstreifen ÖVF AL

- 59 Kurzumtriebsplantage (KUP)

- 60 Leguminosen (auch in Mischungen, wenn Leguminosen vorherrschen)

- 61 Aufforstungsfläche (in 2008 beihilfefähig)

- 62 Brache ohne Erzeugung

- 63 Miscanthus

- 64 Durchwachsene Silphie

- 65 Honigbrache - einjährig

- 66 Honigbrache - mehrjährig


Hinsichtlich Voraussetzungen zu den einzelnen ÖVF wird auf die Tabelle in der Hilfe zu 6.2 verwiesen.

Die Auflistung der erfassten ökologischen Vorrangflächen mit Belegenheit in den Bundesländern Niedersachsen/Bremen ist dem Betriebsspiegel zu entnehmen.


Zusatz ÖVF

Für die Flächen, bei denen im Feld ÖVF erklärt wurde, dass es sich um Kurzumtriebsplantagen (Code 59) oder Leguminosen (Code 60) als ökologische Vorrangflächen handelt, sind hier Zusatzangaben zu machen. In diesen Fällen wird das Feld „Zusatz ÖVF“ aktiv und ist eine Pflichtangabe. Hier ist die Art der Kurzumtriebsplantage bzw. die Art der Leguminosen / stickstoffbindenden Pflanzen anzugeben. Bei Mischungen mit Leguminosen ist bzw. sind die vorherrschenden Leguminosenarten anzugeben.

Diese Angabe der Zusatz ÖVF erfolgt über das Pull-down-Menü (Schaltflächen mit dem Pfeil nach unten). Je nach angegebener ÖVF werden die jeweils zulässigen angezeigt und sind auszuwählen. Die zulässigen/geeigneten Arten können für Niederwald mit Kurzumtrieb der Auflistung in Anlage 2 und für stickstoffbindende Pflanzen der Auflistung in Anlage 3 entnommen werden.


Angrenzende Schlagnummer (Al) ÖVF

Für die Flächen, bei denen in ÖVF erklärt wurde, dass es sich um - 54 Streifen an Waldrand (ohne Produktion) - 55 Ufervegetation - 57 Feldrand / Pufferstreifen ÖVF DGL - 58 Feldrand / Pufferstreifen ÖVF AL als ökologische Vorrangflächen handelt, ist hier die Schlagnummer der angrenzenden Ackerfläche (aus der Spalte Schlag-Nr./S-Nr.) anzugeben.


Jahr der Anlage

Hier ist anzugeben, in welchem Jahr die ÖVF angelegt wurde.


Anlage 2 Für Niederwald mit Kurzumtrieb geeignete Arten, einschließlich Angabe der zulässigen Arten für im Umweltinteresse genutzte Flächen (Anlage 1 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung – DirektZahlDurchfV)

Für Niederwald mit Kurzumtrieb geeignete Arten
Gattung Zulässige Arten für im Umweltinteresse genutzte Flächen
Botanische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung Botanische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung
Salix Weiden S. triandra
S. viminalis
Mandelweide
Korbweide
Populus Pappeln P. alba Silberpappel
P. canescens Graupappel
P. nigra Schwarzpappel
P. tremula Zitterpappel
Betula Birken B. pendula Gemeine Birke, Hängebirke
Alnus Erlen A. glutinosa Schwarzerle
A. incana
Grauerle
Fraxinus Eschen F. excelsior Gemeine Esche
Quercus Eichen Q. robur Stieleiche
Q. petraea Traubeneiche




Anlage 3: Zulässige Arten stickstoffbindender Pflanzen auf Flächen mit stickstoffbindenden Pflanzen, die als im Umweltinteresse genutzte Flächen ausgewiesen werden können (Anlage 4 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung – DirektZahlDurchfV)

Botanische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung
Glycine max Sojabohne
Lens spp. alle Arten der Gattung Linsen
Lotus corniculatus Hornschotenklee
Lupinus albus Weiße Lupine
Lupinus angustifolius Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine
Lupinus luteus Gelbe Lupine
Medicago lupulina Hopfenklee (Gelbklee)
Medicago sativa Luzerne
Medicago × varia Bastardluzerne, Sandluzerne
Melilotus spp. alle Arten der Gattung Steinklee
Phaseolus vulgaris Gartenbohne
Pisum sativum Erbse
Trifolium alexandrinum Alexandriner Klee
Trifolium hybridum Schwedenklee (Bastardklee)
Trifolium incarnatum Inkarnatklee
Trifolium pratense Rotklee
Trifolium repens Weißklee
Trifolium resupinatum Persischer Klee
Trifolium subterraneum Erdklee (Bodenfrüchtiger Klee)
Onobrychis spp. alle Arten der Gattung Esparsetten
Ornithopus sativus Serradella
Vicia faba Ackerbohne
Vicia pannonica Pannonische Wicke
Vicia sativa Saatwicke
Vicia villosa Zottelwicke
Trigonella foenumgraecum Bockshornklee
Trigonella caerulea Schabzigerklee

Anlage 4 Zulässige Arten auf für Honigpflanzen genutztem brachliegendem Land (pollen- und nektarreiche Arten), das als im Umweltinteresse genutzte Fläche ausgewiesen wird (Anlage 5 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der InVeKoS-Verordnung)


Botanische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung
Gruppe A
Agrostemma githago Kornrade
Anethum graveolens Dill
Anethum graveolenBorago officinalis Borretsch
Calendula officinalis Ringelblume
Camelina sativa Leindotter
Carthamus tinctorius Färberdistel, Saflor
Centaurea cyanus Kornblume
Coriandrum sativum Koriander
Fagopyrum esculentum Echter Buchweizen
Helianthus annuus Sonnenblume
Lupinus albus Weiße Lupine
Lupinus angustifolius Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine
Lupinus luteus Gelbe Lupine
Malva sylvestris Wilde Malve
Medicago lupulina Hopfenklee (Gelbklee)
Melilotus albus Weißer Steinklee
Myosotis arvense Acker-Vergissmeinnicht
Nigella sativa Echter Schwarzkümmel
Ornithopus sativus Serradella
Papaver rhoeas Klatschmohn
Phacelia tanacetifolia Phazelie
Pisum sativum subsp. Arvense Futtererbse (Felderbse, Peluschke)
Raphanus sativus Ölrettich, Meliorationsrettich
Reseda luteola Färber-Wau
Silybum marianum Mariendistel
Sinapis alba Weißer Senf
Trifolium alexandrinum Alexandriner Klee
Trifolium incarnatum Inkarnatklee
Trifolium pratense Rotklee
Trifolium resupinatum Persischer Klee
Vicia sativa Saatwicke
Vicia villosa Zottelwicke
Gruppe B
Achillea millefolium Schafgarbe
Agrimonia eupatoria Kleiner Odermennig
Angelica sylvestris Wald-Engelwurz
Anthemis tinctoria Färber-Hundskamille
Campanula trachelium Nesselblättrige Glockenblume
Carduus nutans Nickende Distel
Carum carvi Kümmel
Centaurea jacea Wiesen-Flockenblume
Centaurea scabiosa Skabiosen-Flockenblume
Cichorium intybus Gewöhnliche Wegwarte
Clinopodium vulgare Wirbeldost
Crepis biennis Wiesen-Pippau
Daucus carota subsp. Carota Wilde Möhre
Dipsacus fullonum Wilde Karde
Echium vulgare Gewöhnlicher Natternkopf
Epilobium angustifolium Schmalblättriges Weidenröschen
Filipendula ulmaria Echtes Mädesüß
Foeniculum vulgare Fenchel
Hypericum perforatum Echtes Johanniskraut
Isatis tinctoria Färber-Waid
Leonurus cardiaca Echtes Herzgespann
Leucanthemum ircutianum Fettwiesen-Margerite
Leucanthemum vulgare Margerite
Linaria vulgaris Gewöhnliches Leinkraut
Lotus corniculatus Hornschotenklee
Lychnis flos-cuculi Kuckucks-Lichtnelke
Lythrum salicaria Gewöhnlicher Blutweiderich
Malva moschata Moschus-Malve
Medicago sativa Luzerne
Melilotus officinalis Gelber Steinklee
Oenothera biennis Gemeine Nachtkerze
Onobrychis viciifolia Saat-Esparsette
Origanum vulgare Gewöhnlicher Dost, Wilder Majoran
Pastinaca sativa Gewöhnlicher Pastinak
Pimpinella major Große Bibernelle
Pimpinella saxifraga Kleine Bibernelle
Plantago lanceolata Spitzwegerich
Prunella vulgaris Gewöhnliche Braunelle
Reseda lutea Gelber Wau
Salvia pratensis Wiesensalbei
Sanguisorba minor Kleiner Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis Großer Wiesenknopf
Silene vulgaris Gemeines Leimkraut
Silphium perfolatium Durchwachsene Silphie
Solidago virgaurea Gewöhnliche Goldrute
Tanacetum corymbosum Ebensträußige Wucherblume
Tanacetum vulgare Rainfarn
Thymus pulegioides Gewöhnlicher Thymian
Trifolium hybridum Schwedenklee (Bastardklee)
Trifolium repens Weißklee
Verbascum densiflorium Großblütige Königskerze
Verbascum lychnitis Mehlige Königskerze
Verbascum nigrum Schwarze Königskerze
Verbascum phoeniceum Violette Königskerze


Feldblock-Fehler

Wenn Sie sicher festgestellt haben, dass die Grenzen des Feldblocks nicht mit der tatsächlich bewirtschafteten Fläche übereinstimmen, haben Sie die Möglichkeit, die Überprüfung und ggf. die Veränderung der Feldblockgrenzen zu veranlassen. Setzen Sie hierfür mit der linken Maustaste einen Haken und machen Sie unter Flächenbearbeitung – Feldblock - Fehler weitergehende Angaben. Einen gesetzten Haken können Sie durch erneutes Anklicken mit der linken Maustaste wieder entfernen. Sollten unter Flächenbearbeitung – Feldblock - Fehler bereits Angaben oder Hinweispolygone vorhanden sein, werden diese durch das Entfernen des Hakens, nach einer Sicherheitsabfrage, gelöscht. Siehe unten

LE-Teilschlag

Wenn dem betreffenden Schlag ein oder mehrere Landschaftselemente ganz oder teilweise zuzuordnen sind (das Landschaftselement liegt innerhalb des Schlags oder grenzt direkt an), müssen Sie hier mit der linken Maustaste einen Haken setzen. Außerdem sind in diesen Fällen weitere Angaben in der Flächenbearbeitung im Bereich der LE-Teilschläge vorzunehmen. Die Pflicht zur Angabe von Landschaftselementen besteht für Landschaftselemente, die in § 8 Abs. 1 der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung aufgeführt sind. Einen gesetzten Haken können Sie durch erneutes Anklicken mit der linken Maustaste wieder entfernen. Sollten in Anlage LE - Teilschläge bereits Angaben vorhanden sein, werden diese durch das Entfernen des Hakens, nach einer Sicherheitsabfrage, gelöscht. Es öffnet sich dann ein Dialogfenster, welches weiterbearbeitet werden muss. Siehe Unten.

kAZA / keine DZ

Hier ist ein Haken zu setzen, wenn der betreffende Schlag in diesem Jahr nicht zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen genutzt werden soll bzw. kann. Dies könnte zum Beispiel erforderlich sein, wenn der Schlag nur im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen und nicht im Rahmen der Basisprämienregelung beantragt werden soll. Es ist ebenfalls ein Haken zu setzen, wenn die Fläche nicht während des gesamten Kalenderjahres landwirtschaftlich genutzt werden kann oder Ihnen nicht am 15.05.2020 zur Verfügung steht. Dieses gilt auch, wenn die Fläche in Zusammenhang mit einer Maßnahme, bei der ein übergeordnetes öffentliches Interesse vorliegt, in den Jahren 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 vorübergehend für eine landwirtschaftliche Nutzung entzogen wurde und deswegen als Fall höherer Gewalt bzw. außergewöhnlicher Umstände z.B. aufgrund von Straßenbaumaßnahmen, Überschlickung usw. einzuordnen ist. Sofern die vorgenannten Fallkonstellationen vorliegen, werden für die betreffende Fläche keine Zahlungsansprüche aktiviert. Dieses gilt dann auch für die Landschaftselemente, die in der betreffenden Fläche liegen oder unmittelbar an die betreffende Fläche angrenzen.

Antragsteller mit einem Betriebssitz außerhalb von Niedersachsen/Bremen können in diesem Feld einen Haken setzen, wenn Sie für einen Schlag keine Direktzahlungen sondern ausschließlich AUM beantragen wollen.

Fördermaßnahmen

Unter Fördermaßnahmen können mittels der Schaltfläche "+ Hinzufügen" Agrarumweltmaßnahmen am Teilschlag erfasst werden und mit dem Löschbutton Maßnahmen entfernt werden. Es ist möglich, mehrere Maßnahmen an einem Teilschlag hinzuzufügen. In der Flächentabelle werden diese dann in der letzten Spalte (FM) mit dem jeweiligen Maßnahmenkürzel und dem Förderstatus (N, B oder B/N) kommagetrennt nacheinander dargestellt.

Bei einem Erst-, Folge oder Neuantrag für die rotierenden nicht lagegenauen Agrarumweltmaßnahmen z.B. BS1 entfällt die Angabe zu Fördermaßnahme am Teilschlag, auf dem die Maßnahme erst im nächsten Jahr stattfinden soll, daher kann diese Maßnahme z.B. als B11 oder BS12 nicht mit einem N und auch nicht mit B/N gekennzeichnet werden. Bei Auszahlungsanträgen der bereits bewilligten rotierenden, nicht lagegenauen Agrarumweltmaßnahmen müssen Sie selbst die Fördermaßnahmen mit dem Kürzel B eintragen.

Bei einigen Agrarumweltmaßnahmen gibt es Teilfördermaßnahmen. Bitte beachten Sie generell bei der Eintragung der Fördermaßnahmen, dass Sie die richtige Teilfördermaßnahme auswählen. Zum Beispiel bei einem Auszahlungsantrag zur Maßnahme BS1 ist an den Flächen zu kennzeichnen, ob dort BS11 oder BS12 bzw. einem Auszahlungsantrag zur Maßnahme GL1, ob dort GL11 oder GL12 beantragt wird, je nach bestehender Bewilligung.

Fördermaßnahmen hinzufügen

Mit Klick auf die Schaltfläche "+ Hinzufügen" wird ein Erfassungsfenster geöffnet, bei dem zunächst der Förderstatus (F-Status) gewählt werden muss. Im Auswahlfester stehen N (neu), B (bestehend) und B/N (bestehend und neu) zur Verfügung. Als Nächstes kann die Fördermaßnahme ausgewählt werden, für die das Kennzeichen B, N oder B/N gelten soll. Diese Reihenfolge der Erfassung wurde im Vergleich zum Vorjahr umgestellt, um zu gewährleisten, dass nur für das Kennzeichen und die bereits gewählte Kultur zulässige Fördermaßnahmen ausgewählt werden können. Somit werden Fehleingaben minimiert und die Auswahl der Maßnahmen übersichtlich eingegrenzt.

Nur beim Erschwernisausgleich sind die beiden weiteren Felder "Schutzgebietsnummer" und "Bodenart" freigeschaltet und müssen ausgefüllt werden. Eine Auswahl der möglichen Schutzgebietsnummern und zur Bodenart (Mineral- oder Moorboden) steht hier zur Verfügung.

Mit der Schaltfläche "Hinzufügen" schließen Sie die Eingabe im Erfassungsfenster ab, vergessen Sie bitte nicht die Angaben zu speichern. Die erfassten Maßnahmen werden Ihnen in der Tabelle darunter angezeigt. Wenn Sie einen Eintrag zu einer Maßnahme ändern wollen z.B. von N auf B oder B auf N, löschen Sie bitte zuvor die Angaben zur Fördermaßnahme und erfassen die Angaben erneut.

Sofern Sie bereits an lagegenauen Agrarumweltmaßnahmen teilnehmen, deren Verpflichtungszeitraum in 2020 reicht oder Ihnen lagegenaue Maßnahmen in 2019 neu bewilligt wurden, werden die entsprechenden Fördermaßnahmen mit dem Kennzeichen B (bestehend) vorgedruckt.

Auch die Flächen des Erschwernisausgleiches werden vorbelegt, allerdings mit dem Kennzeichen (N), sofern es keine Flächenänderung gab. Bitte prüfen Sie diese Angaben und korrigieren Sie die Angaben falls nötig bzw. ergänzen Sie neue Flächen vor dem Speichern.

Das Vordrucken erfolgt nicht für rotierende bestehende Maßnahmen, da diese ja von Jahr zu Jahr auf der Fläche wechseln können. Daher vergessen Sie bitte nicht, diese Flächen mit der jeweiligen FM und B zu kennzeichnen, wählen Sie auch bitte die jeweils richtige Teilfördermaßnahme z.B. BS11 oder BS12, die bewilligt wurde aus und vergessen Sie nicht die Angaben zu speichern.

Bitte beachten Sie außerdem, welche Maßnahmen lt. Kombinationstabelle miteinander kombinierbar sind.

Schaltfläche B->B/N

In 2020 werden einige lagegenaue Verpflichtungen auslaufen und es können neue Bewilligungen beantragt werden. Für diese Fälle ist die Fläche mit B/N zu kennzeichnen. Um die Erfassung dieser Fälle zu erleichtern, gibt es die Schaltfläche B->B/N, die aktiv geschaltet ist, sobald eine Fördermaßnahme einen B Eintrag am Teilschlag hat. Mit Klick auf diese Schaltfläche, kann das Kennzeichen von B auf B/N geändert werden. Es wird für die Fläche also eine Auszahlung und gleichzeitig eine neue Bewilligung beantragt.

Weitere Informationen können Sie auch der folgenden Internetseite entnehmen: http://www.aum.niedersachsen.de

Herkunft Fläche – davon öffentliche Hand (ha)

Hier erfassen Sie bei den Agrarumweltmaßnahmen die Flächengröße des Teilschlages bzw. den Anteil eines Teilschlages, die Sie von Trägern der öffentlichen Hand gepachtet haben. Flächen der öffentlichen Hand sind auch im Antragsjahr 2020 nicht als eigene Schläge bzw. Teilschläge zu kennzeichnen, sondern als "davon Fläche". Sofern sich der Schlag komplett oder teilweise im Eigentum der öffentlichen Hand befindet, ist hier der entsprechende Anteil zu benennen, bitte geben Sie hier die Flächengröße an. Wenn Sie bereits in 2019 an einer Agrarumweltmaßnahme teilgenommen haben und dort einen Teilschlag für eine Fläche im Besitz der öffentlichen Hand gebildet haben, so wird dieser Teilschlag hier abgebildet. Bitte überprüfen Sie diese Angaben und korrigieren ggf. den vorbelegten Wert. Als Flächen der „öffentlichen Hand“ gelten Flächen im Eigentum von:

a) Gebietskörperschaften (Bund, Land, Landkreis, Stadt/ Gemeinde),

b) einer Stiftung, die von einer Gebietskörperschaft errichtet wurde,

c) einer Anstalt, die vom Bund oder einem Land errichtet wurde (z.B. Anstalt Niedersächsische Landesforsten),

d) einer kommunalen Anstalt, einer gemeinsamen kommunalen Anstalt, eines Zweckverbandes,

e) einer sonstigen juristischen Person oder Organisation des öffentlichen oder privaten Rechts, deren geschäftsführendes Organ einer Gesellschafterversammlung, einem Aufsichtsrat, einem Verwaltungsrat oder einem vergleichbaren Organ unmittelbar verantwortlich ist, wenn Gebietskörperschaften über die Mehrheit der Anteile oder Stimmrechte verfügen. Für Flächen im Eigentum der Deichverbände und anderer Wasser- und Bodenverbände ist eine Einzelfallprüfung unter Abgleich mit den vorstehenden Tatbestandsmerkmalen (Buchstabe e) vorzunehmen.

Flächen im Eigentum der Kirche, von Stiftungen, gemeinnützigen Vereinen oder Verbänden zählen nicht als Flächen der öffentlichen Hand.

Herkunft Fläche – davon Stiftungen

Hier erfassen Sie bei den Agrarumweltmaßnahmen die Flächengröße des Teilschlages bzw. den Anteil eines Teilschlages, die sie von Stiftungen gepachtet haben. Flächen im Eigentum von Stiftungen sind auch im Antragsjahr 2020 nicht als eigene Schläge bzw. Teilschläge zu kennzeichnen, sondern als "davon Fläche". Sofern sich der Schlag komplett oder teilweise im Eigentum einer Stiftung befindet, ist hier der entsprechende Anteil zu benennen, bitte geben Sie hier die Flächengröße an. Wenn Sie bereits in 2019 an einer Agrarumweltmaßnahme teilgenommen haben und dort einen Teilschlag für eine Fläche im Besitz einer Stiftung gebildet haben, so wird dieser Teilschlag hier abgebildet. Bitte überprüfen Sie diese Angaben und korrigieren ggf. den vorbelegten Wert.

Erläuterungen zu den Flächen von gemeinnützigen Stiftungen: Eine Stiftung kann sowohl privatnützige als auch gemeinnützige Zwecke verfolgen. Gemeinnützig ist der Zweck einer Stiftung dann, wenn er darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Sollen nach dem Stiftungszweck nur abgeschlossene Personenkreise - wie beispielsweise die Mitglieder einer Familie oder die Angehörigen eines bestimmten Unternehmens - gefördert werden, liegt keine Förderung der Allgemeinheit und damit keine Gemeinnützigkeit vor. Verfolgt eine Stiftung jedoch ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke, kann sie im Übrigen in den Genuss der Steuerbegünstigungen gemäß der §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung kommen (AO), vorausgesetzt, sie ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Um von Anfang an in den Genuss der Steuerbefreiung zu kommen, war der Stifter verpflichtet, für die Stiftungsgründung beim zuständigen Finanzamt unter Vorlage der Stiftungssatzung einen Bescheid über die gesonderte Feststellung der Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach §§ 51, 59, 60 und 61 AO zu beantragen (sog. 60a-Bescheid). Nach Anerkennung der Stiftung durch die Stiftungsbehörde muss die Stiftung weiterhin einen Freistellungsbescheid beim Finanzamt beantragen, um die Gemeinnützigkeit nachweisen zu können. Liegt ein solcher Bescheid vor, gilt die Stiftung als gemeinnützig.

Grünland, Flächentausch, KUP

Schläge und Teilschläge: Reiter Grünland, Flächentausch, KUP, Weitere Angaben   Bildrechte: SLA
Schläge und Teilschläge: Eingabe für Grünland, Flächentausch, KUP

Grünland erwarteter Status (aktuelles Jahr)

In dieser Spalte wird zunächst antragstellerbezogen angezeigt, ob ein Grünlandstatus und ggf. welcher Grünlandstatus für den betreffenden Feldblock bzw. Schlag für das aktuelle Jahr zu erwarten ist. Zu unterscheiden ist dabei zwischen (umwelt-)sensiblem Dauergrünland (sDGL), teilweise (umwelt-)sensiblem Dauergrünland (tsDGL) und potentiellem Dauergrünland (pDGL). Bei Dauergrünlandflächen mit dem Status „tsDGL“ handelt es sich um Dauergrünlandflächen, die teilweise in FFH-Gebieten liegen und für die demzufolge zum Teil die vorgenannten Einschränkungen gelten. Flächen, für die kein Grünlandstatus bekannt ist, sind mit „‑“ gekennzeichnet. Grundlage für diese Anzeige sind die von Ihnen angegebenen Kulturcodes des Vorjahres bzw. der Vorjahre.

Achtung: Die Zählweise und die Anzeige des Dauergrünlandstatus (DGL-Status) wurden in ANDI 2020 geändert. Es wird nun die Anzahl der pDGL-Jahre anstatt des pDGL-Ursprungsjahres genannt. Zudem wird in ANDI 2020 nicht mehr der DGL-Status des Vorjahres, sondern der im Antragsjahr 2020 erwartete DGL-Status angezeigt. Beispielsweise wird ein Schlag mit dem bisherigen Status pDGL18 mit dem Status pDGL3 (pDGL im dritten Jahr – 2018, 2019, 2020) vorbelegt. Ein Schlag mit dem bisherigen Status pDGL15 wird mit dem Status DGL (pDGL im sechsten Jahr) vorbelegt. Sofern in letzterem Fall auf der Fläche im aktuellen Jahr eine Ackerkultur gemeldet wird, erfolgt automatisiert die Aufforderung zur Abgabe einer Anlage 8.

Haben Sie im Antragsjahr 2019 eine Fläche mit dem Kulturcode 444, 451, 452, 453, 454, 462, 463, 464, 465, 466, 467, 480, 592, 925, 972 oder 994 codiert, ist diese Fläche als Dauergrünland (DGL) eingestuft. Wurde eine Fläche in den Antragsjahren 2015 - 2019 durchgehend mit den Kulturcodes 422 (Kleegras), 424 (Ackergras), 428 (Wechselgrünland) oder 433 (Luzerne-Gras) bzw. 591 ohne öVF in Anlage 2 codiert, ohne dass zwischenzeitlich eine Pflugmitteilung erfolgt ist, so ist diese Fläche mit dem im aktuellen Jahr erwarteten Status Dauergrünland eingestuft. Flächen, welche erst nach 2015 erstmalig durchgehend mit den Kulturcodes 422, 424, 428 oder 433 bzw. 591 ohne öVF codiert wurden bzw. im Antragsjahr 2019 erstmalig mit einem dieser Kulturcodes beantragt wurden, haben den erwarteten Status potentielles Dauergrünland (pDGL). Die Zahlen hinter der Bezeichnung „pDGL“ (potentielles Dauergrünland) stehen für die Anzahl der Jahre, in denen ein entsprechender Kulturcode verwendet wurde (z. B. hat potentielles Dauergrünland, das 2018 angesät wurde, den erwarteten Status pDGL3). Flächen, die in 2019 mit dem Kulturcode 591 + ÖVF beantragt wurden, sind in 2020 mit dem Status pDGL1 vorbelegt.

Einmalige Anpassung im Antragsjahr 2020: Für das Antragsverfahren 2020 wurden zusätzlich Grünland-Flächenanteile innerhalb des Schlages, welche unterschiedliche Zähljahre aufweisen, zusammengelegt, wodurch sich der Status bzw. das Zähljahr ändern können. Dabei wurde wie folgt vorgegangen:

a) Nur pDGL-Anteile auf einem Schlag: Bsp: 1,1000 ha pDGL19 + 1,5000 ha pDGL18 -> zusammengefasst zu 2,6000 ha pDGL19 -> ausgewiesen als pDGL2 (neue Zählweise mit Prognose „+1“ aktuelles Jahr). Bei reinen pDGL-Anteilen wird zu Gunsten des Antragstellers auf das jüngste pDGL-Zähljahr zusammengelegt!

b) pDGL und echte oder prognostizierte DGL Anteile auf einem Schlag: 1,1000 ha pDGL16 + 1,5000 ha pDGL15 -> zusammengefasst zu 2,6000 ha pDGL15 -> ausgewiesen als DGL (neue Zählweise mit Prognose „+1“ aktuelles Jahr). Zeigen die Prognose oder auch ein älterer Wert für einen Teil der Fläche „DGL“ auf, so wird geschaut, ob der DGL-Wert überwiegt. Bei mehr als 50 % DGL-Anteil wird dann zu Ungunsten des Antragstellers alles auf das älteste DGL-Zähljahr zusammengelegt!

Für den Fall, dass Sie der Meinung sind, dass die hier vorgedruckten Angaben nicht richtig sind, kennzeichnen Sie den Schlag in der Spalte „Anlage 8“ mit einem Kreuz und füllen Sie dazu die Anlage 8 aus. (siehe auch Ausführungen zu „Anlage 8“)

Hinweis: Die Angaben zu potentiellen Dauergrünlandschlägen sind als Service zu Ihrer Information ausgegeben. Für diese Angabe werden die beantragten Kulturen und Schlaggrößen in der EDV mindestens über einen 5-Jahreszeitraum zurückverfolgt. Insbesondere bei Bewirtschafterwechsel oder Teilschlagbildungen ist es möglich, dass eine lückenlose Rückverfolgung erst durch nachträgliche EDV-Abgleiche oder manuelle Nacharbeiten hergestellt wird. Die vorgedruckten Angaben können sich somit im Nachgang ändern. Bitte informieren Sie sich im Zweifel vor dem Umbruch bzw. der Umwandlung einer betreffenden Fläche über die Richtigkeit der Angabe bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Dieses gilt insbesondere auch für die mit „tsDGL“ gekennzeichneten Flächen. Für diese ist vor einer Umwandlung bzw. einem Umbruch bzw. vor jeglicher mechanischen Zerstörung der Grasnarbe die genaue Abgrenzung des Teils zu klären, der sich in einem FFH-Gebiet bzw. der sich nicht in einem FFH-Gebiet befindet.

Für alle Feldblöcke bzw. Schläge, bei denen Sie im Feld „Anlage 8“ kein Kreuz setzen und keine Anlage 8 mit den aus Ihrer Sicht vorzunehmenden Änderungen einschließlich ergänzender Erläuterungen abgeben, gelten die vorgedruckten Angaben als von Ihnen anerkannt.

Aufgrund von rechtlichen Änderungen soll bei einem Wechsel von Gras- oder anderen Grünfutterpflanzen, die nachweislich unter Einsatz wendender Bodenbearbeitung (Pflügen) neu eingesät wurden, auch nach fünf Jahren kein Dauergrünland mehr entstehen. Damit dies anerkannt werden kann, ist es allerdings erforderlich, spätestens einen Monat nach dem Umpflügen der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer, dies unter Angabe der Lage und der Größe und des Datums des Umpflügens anzuzeigen. Erfolgt die Anzeige nicht innerhalb des genannten Zeitraums, entsteht trotz des Wechsels von Gras- oder anderen Grünfutterpflanzen Dauergrünland.

Hinweis: Weitere Informationen zu den Regelungen zur Erhaltung von Dauergrünland im Rahmen des Greenings finden Sie in der Hilfe zu Ziffer 6.1 des Sammelantrages.


Größe (ha)

Hier wird für die betreffende Fläche die Größe eingedruckt, mit welcher für diese der Status sDGL, tsDGL, DGL bzw. pDGL im System für das aktuelle Antragsjahr unter Berücksichtigung einer gleichbleibenden Beantragung prognostiziert wird. Es handelt sich hierbei um das Flächenminimum der jeweils relevanten Jahre (bei DGL sind das die Jahre 2013-2018). Deshalb kann es sein, dass der hier angegebene Flächenumfang kleiner ist als die Flächenangabe im Feld „Größe Vorjahr. Der Grund hierfür kann z. B. darin liegen, dass in einem der Jahre vor 2017 nicht die komplette Fläche als DGL bzw. pDGL bewirtschaftet wurde, weil sich auf dem Grünland z. B. eine Silagemiete befand oder der Schlag im Laufe der Zeit größer geworden ist. Kontrollieren Sie auch hier die vorgedruckten Angaben. Für den Fall, dass Sie der Meinung sind, dass die hier vorgedruckten Werte nicht richtig sind, kennzeichnen Sie den Schlag im Feld „Grünlandfehler (Anlage 8) mit einem Haken und füllen Sie die Anlage 8 aus (siehe Ausführungen zu „Anlage 8“).

Nehmen Sie über den Haken im Feld „Anlage 8“ und die ausgefüllte Anlage 8 keine Änderungen vor, gelten die vorgedruckten Werte als von Ihnen anerkannt.

Hinweis: Vorübergehende Feldmieten, Ballenlager, Siloplätze o. ä. müssen zwingend als Schlag eingezeichnet und mit der Kultur 994 codiert werden, Auslaufflächen sind ebenfalls als Schlag einzuzeichnen und mit der Kultur 972 zu versehen.


Grünlandfehler (Anlage 8)

Für den Fall, dass Sie der Meinung sind, dass der vorgedruckte Grünlandstatus und/oder die dazugehörige Größe nicht richtig ist/sind, können Sie hier mit der linken Maustaste einen Haken setzen. Im Anschluss sind dann die folgenden vier Eingabefelder auszufüllen und die Abweichung(en) zu begründen bzw. zu belegen. Ihre Angaben werden inkl. der Begründungen und Belege geprüft und bei Richtigkeit in die Datenbank übernommen.

  • Grünland Art/Jahr: Bitte wählen Sie aus dem Auswahlmenü den entsprechenden Status aus.
  • Grünland Größe (ha): Wenn die Angabe zur Größe des Grünlandes nicht richtig ist, haben Sie hier die Möglichkeit, die korrekte Größe zu erfassen.
  • Fehlerart: Bitte wählen Sie aus dem Auswahlmenü die entsprechende Fehlerart aus.
  • Bemerkung: Hier ist in jedem Fall von Ihnen eine individuelle Bemerkung zu dem Grünlandfehler einzugeben. Je präziser diese Bemerkung, desto konkreter kann der Fehler nachvollzogen werden.


Flächentausch

Für den Fall, dass Sie Ziffer 6.2.1 des Sammelantrages mit „Ja“ angekreuzt haben und die Voraussetzung zur Befreiung von der Anbaudiversifizierung in Zusammenhang mit dem Tausch von Flächen erfüllen, haben Sie die betreffenden (Tausch-) Flächen hier zu kennzeichnen. Voraussetzungen für die Befreiung sind, dass mehr als 50% der von Ihnen als Ackerland angemeldeten Fläche im vergangenen Jahr von einem anderen Betriebsinhaber in dessen Sammelantrag angegeben wurden und dass auf der gesamten, in Ihrem Sammelantrag angegebenen Ackerfläche eine andere Kultur angebaut wird als im Vorjahr. In folgenden Feldern („Tauschfläche Reg.-Nr. 2019“ und „Tauschfläche Schlag-Nr. 2019“) müssen Sie dazu Zusatzangaben machen.

Tauschfläche – Reg.-Nr. 2019

In diesem Feld ist die Registriernummer (InVeKoS-Nr.) des Vorbewirtschafters (Antragsteller aus 2019) der Tauschfläche einzutragen, sofern diese Fläche bzw. dieser Schlag als Tauschfläche markiert wurde. Die Registriernummer muss 12-stellig ohne Leerzeichen erfasst werden (z.B. 034590111234).

Tauschfläche – Schlag-Nr. 2019

In diesem Feld ist die Schlagnummer, die der Vorbewirtschafter der Fläche im Antragsverfahren 2019 für diese Fläche vergeben hat, einzutragen. Für den Fall, dass sich der von Ihnen in 2020 bewirtschaftete Schlag in 2019 aus zwei oder mehr Schlägen bestanden hat, können Sie hier mehrere Schlagnummern (durch ein Komma getrennt) aufführen (z.B.: 10, 11).

Kurzumtriebsplantage (KUP)

Wenn Sie eine Fläche In der Flächenbearbeitung Teilschläge/Schläge mit der Kultur 841 (Kurzumtriebsplantagen) codiert haben, ist unter dem Karteireiter "Grünland/ Flächentausch/ KUP" folgendes als Pflichtangabe zu erfassen:

  • Jahr der Anlage
  • Jahr der zuletzt erfolgten Ernte oder Angabe, dass bislang keine Ernte erfolgt ist
Feldblock - Fehler an einem bestehenden Schlag melden

Durch Anhaken des Ankreuzfelds Feldblock-Fehler in der Flächenbearbeitung - Schläge und Teilschläge im Register Hauptangaben, ÖVF, Fördermaßnahmen können Sie einen Feldblock-Fehler melden. Durch Klick auf Feldblock-Fehler in der Flächenbearbeitung können Sie in der Eingabemaske nun Angaben zur Fehlerart und eine konkrete Fehlerbeschreibung vornehmen. In der Geometriebearbeitung müssen Sie nun mit dem Zeichen-Zeichnen Hinweise zur Abgrenzung bzw. zum Umriss des Feldblockfehlers geben. Innerhalb dieser Geometrie für Feldblock-Fehler können Sie anschließend den Schlag einzeichnen. Bitte nach der Änderung die Schaltfläche "Speichern" anklicken. Wechseln Sie nun in die Flächenbearbeitung Schläge und Teilschläge und wählen in der Flächentabelle den Schlag mit dem Feldblockfehler aus. Durch Anklicken der Schaltfläche "Geometriebearbeitung" können Sie die Schlaggeometrie anlegen. Die aktuelle Schlaggeometrie ist nach der Anlage einer Geometrie für Feldblock-Fehler nicht mehr vorhanden. Der Schlag und alle seine Teilschläge muss vollständig neu gezeichnet werden. Das Ankreuzen des Punktfanges und die Auswahl Kartenthema Vorjahres-Geometrie aller Antragssteller erleichtern das Zeichnen des Schlages. Weitere Hinweise zum Zeichnen finden Sie unter der Ziffer A und B.

Feldblock - Fehler anlegen   Bildrechte: SLA

Landschaftselement - Fehler an einem bestehenden Schlag melden

Durch Anhaken des Ankreuzfelds LE-Fehler auf der Seite LE-Teilschläge können Sie einen Landschaftselementfehler melden. Durch Klick auf den Landschaftselement-Fehler in der Flächenbearbeitung können Sie in der Eingabemaske nun Angaben zur Fehlerart, den entsprechenden LE-Typen und eine konkrete Fehlerbeschreibung vornehmen. In der Geometriebearbeitung müssen Sie mit dem "Zeichnen" Symbol einen groben Hinweis zur Abgrenzung bzw. Umriss des Landschaftselementfehlers geben. Innerhalb dieser Geometrie für Landschaftselement-Fehler können Sie anschließend den LE-Teilschlag einzeichnen. Bitte nach der Änderung die Schaltfläche "Speichern" anklicken. Wechseln Sie nun in die Flächenbearbeitung LE-Teilschläge und wählen in der Flächentabelle den LE Teilschlag aus. Durch Anklicken der Schaltfläche "Geometriebearbeitung" können Sie die LE-Teilschlaggeometrie anlegen. Die aktuelle LE-Teilschlaggeometrie ist nach der Anlage einer LE-Fehler Hinweiseometrie nicht mehr vorhanden. Der LE Teilschlag muss vollständig neu gezeichnet werden. Das Ankreuzen des Punktfanges und die Auswahl Kartenthema Vorjahres-Geometrie aller Antragssteller erleichtern das Zeichnen des Schlages. Weitere Hinweise zum Zeichnen finden Sie unter der Ziffer A und B.

Landschaftselement - Fehler an einem bestehenden Schlag melden   Bildrechte: SLA
Weitere Anwendungsfälle in der Geometriebearbeitung finden Sie unter Hilfe Geometriebearbeitung.

Hanf / Mischkulturen / Erklärungen (EFN)


Hanf

Wenn Sie in der Flächenbearbeitung einen Schlag/Teilschlag mit der Kultur 701 codiert haben, müssen Sie zwingend im Karteireiter Hanf/Mischkulturen/Erklärungen (EFN) die Sorte und die Aussaatstärke angeben. Hierzu wählen Sie bitte die Sorte im Auswahlmenü aus der vorgegebenen Sortenliste aus und tragen Sie ein, in welcher Stärke (kg je ha) Sie die Aussaat vorgenommen haben.

Die Originaletiketten des verwendeten Saatgutes sind mit dem Datenbegleitschein zum Sammelantrag bei der Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer einzureichen. Erfolgt die Aussaat zwischen dem 16.05. und 30.06., müssen die amtlichen Etiketten bis spätestens zum 30.06. nachgereicht werden.

Im Falle der Aussaat von Nutzhanf als Nebenkultur oder als Zwischenfrucht nach dem 30.06. des Antragsjahres, sind die Originaletiketten nachzureichen, sobald sie vorliegen, spätestens bis zum 01.09. des Antragsjahres.

Hinweis: Die Abgabe der Erklärung über die Aussaatflächen von Nutzhanf im Sammelantrag entbindet nicht von der Verpflichtung der Anbauanzeige gemäß § 24a des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Jeder Anbau von Nutzhanf (auch als Zwischenfrucht), auch wenn dafür keine Beihilfe beantragt wird, ist der BLE zur Erfüllung ihrer Aufgaben bis zum 1. Juli des Anbaujahres mit dem dafür vorgesehenen amtlichen Formular "Anzeige des Anbaus von Nutzhanf" anzuzeigen. Zu den besonderen Bedingungen zum Anbau von Nutzhanf wird auf die entsprechenden Merkblätter der BLE verwiesen. Diese sind im Internet unter www.ble.de abrufbar.


Kulturcode 51 (Mischkultur im Reihenanbau)

Als Mischkulturen im Sinne der Anbaudiversifizierung gelten sowohl Flächen mit Anbau verschiedener Kulturpflanzen in getrennten Reihen als auch Flächen, auf denen eine Saatgutmischung ausgesät wird.


Auf Flächen mit Mischkulturen, auf denen zwei oder mehr Kulturpflanzen gleichzeitig in getrennten Reihen angebaut werden, wird jede Kulturpflanze als gesonderte Kultur gerechnet, wenn sie mindestens 25 % der Fläche abdeckt. Zur Berechnung der mit den einzelnen Kulturen bebauten Fläche wird die Fläche, auf der die Mischkultur angebaut wird, durch die Zahl der Kulturen geteilt, die mindestens 25 % dieser Fläche abdecken, ungeachtet des tatsächlichen Anteils einer Kultur an der Mischkultur.

  • Hier wird ein Teil als die 1. Kultur und ein Teil als die 2. Kultur gewertet

  • Wenn der Anteil unter 25 % liegt muss in die andere Kultur insgesamt umcodiert werden.

Wenn Sie Flächen mit Mischkulturen im Reihenanbau bewirtschaften, codieren Sie die entsprechenden Schläge/Teilschläge in mit dem Nutzungscode 51 (Kultur). Die beteiligten Kulturen mit einem Anteil von mindestens 25% sind mit den jeweiligen Prozentanteilen im Karteireiter „Hanf / Mischkulturen / Erklärungen (EFN) anzugeben. In diesem Fall geht die betroffene Fläche nicht als eine Fläche mit der Bezeichnung "Mischkultur" in die Berechnung der Anbaudiversifizierung ein, sondern es werden die einzelnen Kulturen anteilig berücksichtigt.



Kulturcode 50 (Mischkultur mit Saatgutmischungen)

Flächen, auf denen eine Saatgutmischung ausgesät wird, gelten – ungeachtet der einzelnen Kulturpflanzen in dieser Mischung – als Flächen mit einer einzigen Kultur, wobei diese einzige Kultur als „Mischkultur“ bezeichnet wird. Als Mischkulturen werden nach Sinn und Zweck der Regelung nur praxisübliche Saatgutmischungen verschiedener Kulturpflanzen anerkannt. Flächen, auf denen der angebauten Hauptkultur im Rahmen einer Mischkultur eine zweite Kultur untergesät wird, werden als nur mit der Hauptkultur bebaute Flächen angesehen.

  • Hier wird die gesamt Fläche als Mischkultur gewertet


Mischungen aus Gras und anderen Grünfutterpflanzen (zum Beispiel Kleegras) zählen nicht als „Mischkultur“, sondern werden der Kultur „Gras oder andere Grünfutterpflanzen“ zugeordnet.


Weitere Angaben – Fläche Ökobetrieb (nur bei 3.1.2)

Anerkannte Betriebe des ökologischen Landbaus, die für das gesamte Antragsjahr über eine Bescheinigung gemäß Art. 29 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 834/2007 verfügen, sind von den Greening-Verpflichtungen befreit und haben automatisch ein Anrecht auf die Gewährung der Greening-Prämie. Dies gilt entsprechend auch für die Betriebe, die bis zum Zeitpunkt der Antragstellung auf den ökologischen Landbau umgestellt haben. Die Befreiung vom Greening gilt nur für diejenigen Teile des Betriebs, die dem ökologischen Anbau dienen und für die eine Anerkennung der zuständigen Kontrollstelle vorliegt. Sofern Sie insoweit nur Teile Ihres Betriebes ökologisch bewirtschaften, mit denen Sie die Anforderungen der VO (EG) Nr. 834/2007 für die ökologische/biologische Landwirtschaft erfüllen und Sie nicht auf die Befreiung von den Greening-Anforderungen verzichten wollen (vgl. Ziffer 6.1.1 des Sammelantrages sowie die Ausführungen dazu in Hilfe zum Sammelantrag), sind die betreffenden Flächen hier zu kennzeichnen. Sofern Ihre gesamte betriebliche Produktion den Vorschriften der VO (EG) Nr. 834/2007 über den ökologischen Landbau genügt und Sie dieses unter Ziffer 3.1 des Sammelantrages angekreuzt haben, müssen die Flächen in diesem Feld nicht gekennzeichnet werden.


Weitere Angaben – Erosionsfehler (Anlage 9)

Nach der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung sind die Länder verpflichtet, alle landwirtschaftlichen Flächen hinsichtlich der Gefährdung des Bodens durch Wasser- und Winderosion einzustufen. Die jeweilige Gefährdungsstufe ist für Ihre Flächen in der Flächenbearbeitung im Grafikbereich unter den Kartenthemen benannt. Zur Anzeige der entsprechenden Gebietskulisse müssen Sie unter den Kartenthemen (Auswahlbereich links neben der Grafik) die Felder „Online-Kartendienste", „Niedersachsen“ und „Raster Winderosion“ bzw. „Raster Wassererosion“ mit der linken Maustaste anklicken. Einen gesetzten Haken können Sie durch erneutes Anklicken mit der linken Maustaste wieder entfernen. In Abhängigkeit von den einzelnen Gefährdungsstufen haben Sie auf den betroffenen Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz des Bodens vor Wasser- bzw. Winderosion zu ergreifen. So dürfen z.B. Flächen der Gefährdungsstufe CCWasser 1 in der Zeit vom 01.12. bis zum 15.02. des Folgejahres nicht oder nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen gepflügt werden. Weitere Einzelheiten dazu sind u.a. § 6 der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung und der Landesverordnung über erosionsgefährdete landwirtschaftliche Flächen zu entnehmen. Für den Fall, dass Sie der Meinung sind, dass die Erosionseinstufung nicht richtig ist, können Sie hier mit der linken Maustaste einen Haken setzen. Im Anschluss ist dann die Anlage 9 auszufüllen und die Abweichung(en) zu begründen bzw. zu belegen. Bitte drucken Sie dazu das entsprechende Dokument aus. Den entsprechenden Vordruck finden Sie, wenn Sie auf den Text: (Anlage 9) klicken. Dann werden Sie auf ein Verzeichnis mit allen zur Verfügung stehenden Dokumenten weitergeleitet. Auch wenn Sie in ANDI auf den Menüpunkt Drucken gehen und dann auf „weitere Druckdokumente“, werden Sie auf die genannte Seite geleitet. Die ausgefüllte Anlage 9 ist mit dem Datenbegleitschein abzugeben.


Bes. Erklärungen zu E-, F-, N-Anträgen

Flächenbezogene / betriebliche Förderung

Dieses Feld ist anzukreuzen, wenn außer in den in der Flächenbearbeitung zum Sammelantrag genannten Maßnahmen oder freiwilligen Maßnahmen im Trinkwasserschutz flächenbezogene oder betriebliche Förderungen erhalten.

Sofern Sie für eine Antragsfläche eine zusätzliche flächenbezogene oder betriebliche Förderung erhalten, ist auf einer zusätzlichen Seite anzugeben um was für eine Maßnahme es sich handelt.


Die beiden folgenden besonderen Erklärungen für Verpflichtungen, die auf der selben Fläche erbracht werden müssen betreffen die lagegenauen Verpflichtungen, bei denen die Flächenangabe für neu beantragte Flächen bereits in der Flächenbearbeitung erfolgen muss. ( z. B. Ökologischer Landbau (BV 1, BV 3), Blüh- und Schonstreifen (BS 2 - BS 9), Grünland (GL), Besondere Biotope (BB), nordische Gastvögel (NG).


Kompensationsfläche

Hier ist ein Kreuz zu setzen, wenn auf der aktuell zu bearbeiteten Fläche zusätzliche Auflagen aufgrund von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einzuhalten sind (Kompensationsflächen).

Sofern es sich um Kompensationsflächen handelt sind entsprechende Unterlagen dem Antrag beizufügen.


Andere öffentl. Mittel / Vergünstigungen

Hier ist anzugeben, wenn Sie auf der aktuell zu bearbeiteten Fläche andere öffentliche Mittel oder Vergünstigungen, einschließlich Pachtpreisermäßigungen für vergleichbare Leistungen oder Bedingungen in Anspruch nehmen.

In diesem Fall ist die Art Vergünstigung auf einem extra Blatt anzugeben.

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